München
Körperverletzung

Weil er die Tür blockierte: Zustiegshilfe der DB zerrt Passagier an den Haaren und spuckt ihm ins Gesicht

Am Dienstag hat ein Mitarbeiter der Deutsche Bahn in München einen Fahrgast zuerst geschubst, weil dieser nicht die Tür frei machen wollte, und anschließend an den Haaren rausgezerrt sowie bespuckt.
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Als der Passagier seinen Freunden die Tür aufhalten wollte, schubste der Bahnmitarbeiter ihn in den Zug. Die Situation eskalierte ziemlich schnell. Symbolbild: Michael Gründel
Als der Passagier seinen Freunden die Tür aufhalten wollte, schubste der Bahnmitarbeiter ihn in den Zug. Die Situation eskalierte ziemlich schnell. Symbolbild: Michael Gründel

Des öfteren kommt es bei Bahnen zu Verspätungen, da die Zugtüren von Passagieren blockiert werden. Entweder wegen Überfüllung des Zuges oder weil die Passagiere die Tür aufhalten, um weitere Fahrgäste in den Zug reinzulassen. Letzteres beabsichtige auch ein 16-Jähriger Fahrgast der Münchener S-Bahn. Dass dies allerdings eine strafrechtliche Ermittlung mit sich zieht, damit hatte er wohl nicht gerechnet.

Kurz vor 16 Uhr wollte der junge Passagier die Zugtür der bereits abfahrfertigen S-Bahn für seine Freunde aufhalte. Eine 32-jährige Zustiegshilfe der Deutschen Bahn schubste den jungen Mann daraufhin in die S-Bahn. Der 16-Jähre konterte anschließend indem er den DB-Mitarbeiter bespuckte, ihn jedoch verfehlte und eine andere Frau traf.

Die Situation eskalierte ziemlich schnell, sodass der Bahnmitarbeiter den Jugendlichen aus der Bahn an den Harren zerrte und ihn auf dem Bahnsteig ins Gesicht spuckte. Darauf folgte eine körperliche Auseinandersetzung zwischen beiden. Erst einer hinzukommenden Streife der Deutsche Bahn Sicherheit gelang es, die Situation bis zum Eintreffen der Bundespolizei unter Kontrolle zu bringen.

Auf der Dienststelle rammte die Zustiegshilfe den Minderjährigen, der auf einer Bank saß, noch den Ellbogen ins Gesicht. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten alle Beteiligten nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft München I die Wache freien Fußes verlassen. Die Bundespolizei ermittelt nun wegen Körperverletzung.