Mit einer speziellen Kanone sind am Sonntag Weihnachtsbäume über den Kasseler Friedrichsplatz geschossen worden. Es handelte sich um eine Performance des niederländischen Künstlers Leon de Bruijne. In der Ausstellung "Modus" werden bis zum 23. Februar Werke von de Bruijne im Kasseler Fridericianum gezeigt.

Nach Weihnachten zu Jahresbeginn werden jedes Jahr Millionen Christbäume entsorgt. Doch wo landen die Bäume eigentlich? Und was passiert mit ihnen? Gibt es Alternativen?

Weihnachtsbäume mit Kanone verschossen: "Kunst muss ja eigentlich keinen Sinn machen"

Typisch für de Bruijnes Arbeit sind dem Kurator Jero van Nieuwkoop vom Kasseler Kunstverein zufolge die humoristischen und zerstörerischen Handlungen seiner kinetischen Maschinen. Die Weihnachtsbaumkanone ("Kerstboomkanon") passe deshalb wunderbar in sein Gesamtwerk. Sie kann Tannenbäume bis zu 60 Meter weit schießen. "Kunst muss ja eigentlich keinen Sinn machen, sie bietet trotzdem aber genug Stoff zum Nachdenken", erklärte van Nieuwkoop. So sei es auch bei der Weihnachtsbaumkanone.

Zur Eröffnung der Ausstellung im Dezember war die Performance bereits einmal zu sehen gewesen.