Cagliari
Invasion

Wegen des Wetters: Beliebte Urlaubsinsel von Heuschrecken übersäht

Die Szenen ähneln denen eines Horrorfilmes: Tausende Heuschrecken fliegen als eine schwarze Wand durch die Luft. Eine beliebte Urlaubsinsel im Mittelmeer ist aktuell von ihnen übersäht.
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Millionen Heuschrecken haben die italienische Urlaubsinsel Sardinien heimgesucht. Bis zu 2000 Hektar (20 Quadratkilometer) seien in der Region Nuoro im Landesinneren befallen, teilte der Bauernverband Coldiretti mit. Es handle sich um einen "echten Notfall". "Es gibt Zonen, in denen man auf einem Teppich aus Heuschrecken geht." Der Schaden gehe in die Millionenhöhe.

Höhepunkt des Phänomens erreicht?

Die Heuschrecken dringen demnach in Bauernhäuser ein und zerstören Weideland. Rund 20 Agrarbetriebe seien betroffen, Touristen dagegen nicht, sagte ein Sprecher des Verbandes auf Sardinien der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag.

Deutschland hat aktuell auch mit kleinen, nervigen Tieren zu kämpfen: Die "Superzecke" Hyalomma macht sicht mehr und mehr in unserer Region breit. Erstmals konnte die Zecke erfolgreich überwintern.

Ignazio Floris von der Universität Sassari erklärte laut Nachrichtenagentur AGI, es sei bereits der Höhepunkt des Phänomens erreicht. "Es ist ausgeschlossen, dass es zu so einer schlimmen Invasion wie vor den 40er Jahre kommt, als Hunderttausende Hektar befallen waren." Berichte von einem "biblischen Ausmaß" seien übertrieben.

Schuld sind das Wetter - und die Bauern

Grund für die Invasion sind nach Angaben von Experten unter anderem Wetterbedingungen und die Tatsache, dass Land nicht kultiviert wird. Dann legen die Insekten dort ihre Eier ab. Das Umpflügen könne gegen eine Ausbreitung helfen, so der Bauernverband.