Kabarettistin Luise Kinseher rief Ministerpräsident Horst Seehofer und die CSU bei der Starkbierprobe am Mittwochabend dazu auf, in der Flüchtlingspolitik auf Polemik zu verzichten: "Warum lasst ihr diese ganzen unappetitlichen Sprüche nicht endlich bleiben?" Sie erwarte, "dass ihr es nicht verlernt, auf das Schicksal jedes einzelnen Menschen zu schauen, damit dieser nicht in eurem unbarmherzigen Wald aus Statistik und Polemik zugrunde geht", sagte Kinseher. "Es ist schwer, für Menschen eine Obergrenze zu finden, wenn es fürs Leid keine gibt."
 
Kinseher verteilte parteiübergreifend bösen Spott, angefangen bei Seehofer und dessen Flüchtlingsdiplomatie im Osten Europas. "Da sieht man, was man als Fremder in der Fremde alles erreichen kann, mit ein bisserl Integrationswillen", sagte "Mama Bavaria" über Seehofers Besuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin.