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Bamberg
Am Rande

Von Fans und anderen

Fußball ist ein spannender, begeisternder Sport, gerade dann wenn es um ein Großereignis wie die WM geht. Zuviel davon muss aber nicht sein.
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Etwas skeptisch, aber nicht zu euphorisch - so kann es was werden mit dem Leben während der Fußball-WM. Foto: Inga Kier, dpa
Etwas skeptisch, aber nicht zu euphorisch - so kann es was werden mit dem Leben während der Fußball-WM. Foto: Inga Kier, dpa
Nein, das hier wird kein bösartiges Austeilen gegen Fußballfans und deren vermeintliches niveauloses Dasein. Denn es kann durchaus spannend sein, in regelmäßigen Jahresrhythmen schwarz-rot-goldene Fähnchen herauszuholen und zusammen mit den Außenspiegelschonbezügen das Auto in eine fahrende Fanbasis zu verwandeln. Oder sich gemeinsam mit anderen lautstark über das Tor der eigenen Mannschaft zu freuen.

Es gibt aber Menschen wie mich, die zwar gerade noch erklären können, was Abseits ist, denen es aber ansonsten herzlich egal ist, wer in einem solch internationalen Turnier wann gegen wen spielt, und wer aus welcher Gruppe gegen wen antreten muss. Was ich tun werde? Ich bekenne, dass ich an "unseren" Spieltagen ein Fußballtrikot anziehe. Mein Patriotismus geht aber nicht so weit, dass ich zu nachtschlafender Zeit vor der Glotze sitze.
Da müssten wir es schon ins Finale schaffen.

Zeit für anderes

Die Spiele aller anderen Mannschaften ignoriere ich freundlich und hoffe, dass andere Sender ein gutes Angebot haben. Ich beobachte sämtliche Fans freundlich distanziert, genieße längst markierte Podcasts und Hörspiele, entdeckt lang vergessene Lieblingslieder wieder und mache mich über meinen ungelesenen Bücherstapel her - an hoffentlich lauen Sommerabenden.