Präsident Klaus Wenzel kritisiert laut Mitteilung vom Mittwoch die fächerspezifischen Einstellungszahlen für den Einstellungstermin Februar 2014. Das sei ein Schlag ins Gesicht für alle Nachwuchslehrer. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) sagte der dpa, dass der Einstellungstermin im Februar lediglich ein kleiner sei, der große finde im Herbst statt. "Wir haben zurzeit wahnsinnig viele Referendare."

Sogar Referendare mit einer glatten Eins im Zeugnis würden auf die Straße geschickt, empörte sich Wenzel. Nach BLLV-Informationen haben in diesem Jahr selbst junge Lehrer mit Noten von 1,0 bis 1,3 keine Planstelle bekommen, vor allem in den Fächerkombinationen Deutsch und Englisch. Wenzel fordert den Landtag auf, im kommenden Doppelhaushalt deutlich mehr Planstellen für alle Schularten vorzusehen.

Spaenle verwies auf Unterschiede je nach Schulart und Fächerkombination.
In Gymnasien und Realschulen sei der Bedarf an Lehrern für Mathe und Naturwissenschaften groß, jedoch nicht bei den Sprachen und Geisteswissenschaften. In Mittel- und Berufsschulen seien die Einstellungsmöglichkeiten größer. Abiturienten, die sich für ein Lehramtsstudium interessieren, empfiehlt er, die offizielle Lehrerbedarfsprognose zu konsultieren.
dpa