München
Aktionsplan Wolf

Verhaltensauffällige Wölfe in Bayern zum Abschuss freigegeben: Gefahr soll reduziert werden

Wölfe dürfen in Bayern künftig abgeschossen werden, sofern Sie verhaltensauffällig sind. Dies sieht der "Aktionsplan Wolf" des Kabinetts vor. Der Abschuss solle aber das letzte Mittel bleiben.
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Das bayerische Kabinett hat den "Aktionsplan Wolf" beschlossen. Künftig sollen verhaltensauffällige Wölfe abgeschossen werden dürfen. Foto: Alexander Heinl/dpa
Das bayerische Kabinett hat den "Aktionsplan Wolf" beschlossen. Künftig sollen verhaltensauffällige Wölfe abgeschossen werden dürfen. Foto: Alexander Heinl/dpa

Verhaltensauffällige Wölfe sollen in Bayern künftig auch abgeschossen werden dürfen. Dies sieht der sogenannte Aktionsplan Wolf vor, den das Kabinett erstmals diskutiert hat. In den kommenden Wochen sollen alle Details geklärt werden. "Wir sind sehr am Erhalt von Arten interessiert, der Schutz von Menschen und Weidetieren ist uns aber genauso wichtig", sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München.

Der Abschuss bleibe dabei aber weiterhin immer das letzte Mittel, betonte Agrarminister Marcel Huber (CSU). Um die Gefahr für die Bevölkerung, aber auch für Tiere auf ein Minimum zu reduzieren, solle die Größe der Wolfspopulation auf das "artenschutzrechtlich Erforderliche" begrenzt werden.

Hintergrund der Neuregelung ist, dass zuletzt wieder einzelne Wölfe oder Wolfspaare in Bayern nachgewiesen oder gesichtet worden sind. Seit im Jahr 2000 ein erstes Rudel in Deutschland nachgewiesen wurde, hat die Wolfspopulation stark zugenommen. Der Deutsche Jagdverband geht von etwa 800 Wölfen in Deutschland aus.

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