Berlin

Liquids von E-Zigaretten: Bundesinstitut warnt

Liquids von E-Zigaretten haben zu hunderten Notrufen wegen Vergiftung geführt. Experten warnen und weisen auf eine kindersichere Aufbewahrung hin.
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Die Experten warnen vor den Liquids der E-Zigaretten. Große Mengen Nikotin können zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Foto: Quinten de Graaf/Unsplash
Die Experten warnen vor den Liquids der E-Zigaretten. Große Mengen Nikotin können zu lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Foto: Quinten de Graaf/Unsplash

Hunderte Notrufe wegen Vergiftung sogenannter Liquids von E-Zigaretten veranlassen die Experten zur Mahnung einer kindersicheren Aufbewahrung.

Seit dem Januar 2015 bis zum Februar diesen Jahres gab es 851 Vergiftungen oder entsprechende Verdachtsfälle im Zusammenhang mit E-Zigaretten. Dies teilte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) unter Verweis auf eine Studie zu Anfragen an Giftinformationszentren mit.

Lebensbedrohliche Vergiftungserscheinungen möglich - BfR warnt

In 82 Prozent der Fälle hatten Menschen versehentlich Liquids verschluckt, häufig seien Kleinkinder betroffen. Das in den meisten Liquids enthaltene Nikotin könne schon in geringen Mengen zu deutlichen Beschwerden wie starkem Erbrechen führen, schreibt das Bundesinstitut. "Bei der Aufnahme größerer Mengen von Nikotin kann es zu lebensbedrohlichen Vergiftungserscheinungen kommen."Liquids sollten daher immer in dafür geeigneten, etikettierten Behältnissen mit kindergesichertem Verschluss aufbewahrt werden", mahnte das BfR.

Es gab laut BfR auch einen kleineren Anteil (acht Prozent) von Notrufen, der auf das Dampfen von E-Zigaretten zurückzuführen war. Eine detaillierte Auswertung von elf solcher Fälle zeigt: Grund für den Notruf waren hierbei meist leichte Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel, wie das BfR auf Nachfrage mitteilte. Es gab keine Auskunft darüber, ob es sich in diesen Fällen um selbst gemischte Liquids gehandelt hatte.

Gesundheitsschäden auch in der USA

Mögliche Gesundheitsschäden durch E-Zigaretten werden nicht zuletzt wegen der mysteriösen Lungenerkrankungen in den USA besonders beobachtet. Dort sind laut US-Gesundheitsbehörde CDC 52 Menschen nach dem Gebrauch von E-Zigaretten gestorben, 2409 wurden im Krankenhaus behandelt (Stand: 10. Dezember 2019). Als Ursache wird ein aus Vitamin E gewonnenes Öl vermutet. Vergleichbare Fälle mit schweren Atembeschwerden oder Lungenschäden seien dem BfR in Deutschland bislang nicht berichtet worden, hieß es.