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Valentinstag

Valentinstag 2018: Die Antworten auf die wichtigsten Fragen

Der 14. Februar gilt als Tag der Liebenden. Doch was steckt eigentlich dahinter? Wir verraten es Ihnen.
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Am Valentinstag nutzen viele Paare die Möglichkeit, sich zu sagen, wie sehr sie sich lieben. Foto: Patrick Pleul/ dpa
Am Valentinstag nutzen viele Paare die Möglichkeit, sich zu sagen, wie sehr sie sich lieben. Foto: Patrick Pleul/ dpa
Die Läden sind vollgestopft mit Herzchen und Liebesgrüßen, alles ist rosarot. Am 14. Februar ist wieder Valentinstag, der vor allem den Einzelhandel begeistert. Doch auch Verliebte haben Gefallen an dem Tag gefunden: Pärchen schenken sich Pralinen und Blumen, feiern sich und ihre Liebe.
Es wird romantisch gegessen, der Rosenstrauß steht in einer Vase auf dem liebevoll geschmückten Tisch. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Tag? Wer feiert ihn und warum überhaupt? Wir geben die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema Valentinstag.


Woher kommt der Valentinstag?

Um den Ursprung des Tages gibt es einige Überlieferungen.
Eine Legende geht auf den Bischof Valentin von Terni im dritten Jahrhundert zurück. Er soll Verliebte nach christlicher Tradition getraut und ihnen Blumen gegeben haben. Das war aber durch den römischen Kaiser verboten worden. Er ließ Valentin am 14. Februar hinrichten. Valentin wurde etwa 100 Jahre später heiliggesprochen.

Möglicherweise hat der Valentinstag auch etwas mit der Paarung wilder Vögel zu tun. Im Mittelalter war der Glaube verbreitet, dass die Vögel am 14. Februar mit der Paarung beginnen.

Eine weitere Legende um den Valentinstag soll auf den Gedenktag der Göttin Juno, den 14. Februar, zurückführen. Sie galt als Beschützerin von Ehe und Familie. Die Frauen sollen mit einem Blumenstrauß beschenkt worden sein.

Am 14. Februar gab es außerdem den Brauch, dass junge Männer zu der Frau ihres Herzen gekommen sind, um ihnen schon in aller Frühe Blumen zu überreichen. Der Glaube besagte, dass Frauen den Mann heiraten sollen, der sie an diesem Tag als erstes sieht.


Woher kommt der Name ”Valentinstag”?

Der Name geht auf den Bischof Valentin zurück, der im dritten Jahrhundert Liebespaare nach kirchlicher Tradition verheiratete. Er schenkte ihnen Blumen aus seinem Garten. Das Christentum war jedoch damals als Religion verboten. Der Kaiser ließ Valentin hinrichten - und zwar am 14. Februar, besagt die Legende.


Wann kam der Valentinstag nach Deutschland?

Seit dem 15. Jahrhundert gilt der 14. Februar in Großbritannien als Tag der Liebenden. Pärchen schenkten sich Blumen oder kleine Geschenke.
Seit 1950 ist der Tag auch in Deutschland populär. Nach dem zweiten Weltkrieg feierten die US-Soldaten in Nürnberg den ersten Valentinsball. Die Idee rund um den Valentinstag machte sich die Werbeindustrie zu nutze. Pralinen oder ein Blumenstrauß sind typische Valentinstagsgeschenke.


Warum schenkt man am Valentinstag Blumen?

Warum Menschen genau Blumen schenken ist schwierig zu beantworten. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Blumen im historischen Zusammenhang mit der Ausübung religiöser Bräuche stehen. Bereits in Gräbern von Neandertalern sind Hyazinthen gefunden worden. Blumen spielen daher schon seit mehreren tausend Jahren eine besondere Rolle im Rahmen zwischenmenschlicher Beziehungen.

Zum Symbol für Liebe und Wertschätzung wurde der Blumenstrauß wohl aber in der Antike. Beispielsweise gab es einen Brauch, Blumen der Göttin Juno zu opfern und gleichzeitig Männer und Frauen zu Paaren zusammenzubringen. Auch dem Kaiser Nero schien ein Blumenstrauß zu gefallen. Zumindest soll es während seiner Regentschaft sogar zu erhöhten Getreidepreisen gekommen sein, weil viele Felder nur zum Anbau von Blumen genutzt wurden. Und auch in Griechenland waren Rosen sehr beliebt. Im Christentum wurde das Blumenschenken durch den im dritten Jahrhundert lebenden Bischof Valentin etabliert. Der Zusammenhang zwischen Valentinstag und seinem Namen ist kein Zufall: Valentin handelte entgegen kirchlicher Weisungen, indem er heimliche Verliebte traute und mit Blumen beschenkte.


Was kann man am Valentinstag unternehmen?

Der Valentinstag ist ein Tag im Zeichen von Romantik und dem Zelebrieren der Liebe. Gemeinsame Ausflüge sollten sich daher irgendwie in diesen Anforderungen widerspiegeln. Dabei ist es entscheidend, ob ein Partner dem anderen Partner einen Gefallen tut und sich durch den Tag quälen muss, oder ob beide Partner Freude am Valentinstag finden.

Ersteres könnte beispielsweise ein gemeinsamer Wellnesstag sein, der vielleicht der Frau gefallen könnte oder ein Besuch der Monstertruckshow, die vielleicht eher dem PS-begeisterten Mann liegt. Ideal wäre hier natürlich, dass während die Partnerin eine Massage mit anschließendem Ganzkörperpeeling genießt, der Partner auf dem Parkplatz gegenüber Monstertrucks beim Zerquetschen alter Opels zujubelt. Freude am Zusammensein sieht anders aus.

Dafür eigenen sich eher gemeinsame Kurztrips in schneeverschneite, romantische Landschaften oder das Verbleiben im Warmen, während draußen die schneeverschneiten romantischen Landschaften vor sich hinfrösteln. Und Bei einem ungestörten Abendessen zu zweit bei Kerzenlicht in einem romantischen Hotel nach dem man vom Schlittschuhfahren kommt, schmilzt sogar der draußen liegende Schnee dahin.

Bei solchen Kurzurlauben ist es wichtig, dass die Zeit zu Zweit auf jeden Fall den Hauptanteil ausmacht. Überfüllte Restaurants oder Wellnessthermen sind da doch eher Liebestöter, als dass sie das Feuer neu entfachen könnten. Hotels oder auch die eigene Wohnung leisten da weit bessere Dienste.

Und wer nicht extra in ein Hotel gehen will, nur um mal wieder die Zweisamkeit zu genießen hier noch ein abschließender Hinweis: Das Gute an Hotels ist, dass alles für einen gemacht, geputzt wird und dass man alleine ist. Warum nicht aus der eigenen Wohnung eine Art Hotel machen? Verwandeln Sie Ihre gewohnte Umgebung mit Duftkerzen, gedimmten Licht und schicker Bettwäsche in einen Romantikpalast. Werden Sie Ihre Kinder für das Wochenende los und gönnen sich die Zweisamkeit. Zusammen Kochen und ein gemeinsames Abendessen bei Kerzenschein bringen Romantik in die eigenen vier Wände und sind schnell organisiert.

Egal was sie unternehmen: Nicht das Glücklichmachen eines Einzelnen, sondern das Genießen der Gemeinsamkeit und der gegenseitigen Zuneigung sollte über einem Valentinstag stehen.


Valentinstag feiern oder nicht?

Sie wünscht sich Blumen, Schmuck und einen Tag nur zu zweit. Für ihn ist es einfach nur der 14. Februar - und der Valentinstag kein Grund zum Feiern. Wenn Paare unterschiedliche Erwartungen an diesen Tag haben, kann das in Streit und Enttäuschung enden. Mancher weiß vielleicht gar nicht, dass sein Partner schon ein Geschenk besorgt hat. Paartherapeutin und Buchautorin Sandra Konrad ("Liebe machen: Wie Beziehungen wirklich gelingen") gibt Tipps, wie der Tag für beide Seiten schön und entspannt wird.

- Darüber reden: Wer sich nicht sicher ist, was sich der andere vorstellt, muss nachfragen. "Wie bei jedem Bedürfnis oder Wunsch gilt: Aussprechen ist wichtig. Auch der feinfühligste Partner kann uns die Wünsche nicht von den Augen ablesen", sagt Konrad. Auch, wer sich wünscht, den Valentinstag zu zelebrieren, sollte das ansprechen, rät die Expertin. "Die Erfüllung eines Wunsches ist doch nicht weniger wert, wenn wir den Wunsch zuvor geäußert haben."

- Dem Liebsten zuliebe: Auch wenn man die Hintergründe des Wunsches nicht komplett versteht, könne man sich dazu entscheiden, ihn zu erfüllen, meint Konrad. "Schwierig wird es, wenn der Wunsch des Partners gegen die eigenen Werte und Überzeugungen geht."

Die Expertin nennt ein Beispiel: Sie wäre beleidigt, wenn er ihr - nur weil ein Feiertag im Kalender steht - die obligatorischen Blumen oder Pralinen mitbringt. Er legt jedoch großen Wert auf Konventionen. Konrad schlägt vor, dass die Frau dann den Valentinstag quasi "vergisst" - und sich ganz unabhängig davon über eine liebevolle Geste des Partners freut. Und er könnte vielleicht einen anderen Tag vorschlagen - für einen ganz persönlichen Valentinstag.

- Kompromiss finden: "Gelungen ist ein Kompromiss immer dann, wenn beide ohne Magengrummeln damit leben können", sagt Sandra Konrad. So könnte das Paar einen anderen Tag für einen persönlichen Valentinstag auswählen. Oder sie feiern ihn in einem Jahr - und im nächsten fällt er dann aus. Ideal sei, ein Ritual zu finden, dass für beide emotional und individuell sei. "Jedes Paar darf und sollte sogar seine ganz persönlichen Rituale finden, um einander immer wieder zu zeigen, wie sehr sie sich schätzen", rät Konrad. "Die Liebe sollte regelmäßig gewürdigt und gefeiert werden, und dafür bietet sich nicht nur der Valentinstag an, sondern glücklicherweise noch weitere 364 Tage im Jahr."
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