Der anhaltende Haushaltsstreit in den USA hat US-Präsident Barack Obama gezwungen, eine lange geplante Asienreise abzusagen. "Der Präsident hat diese Entscheidung gefällt, weil es angesichts der Stilllegung weiter Teile der Verwaltung schwierig ist, Auslandsreisen durchzuführen, und weil er sich weiter entschlossen dafür einsetzen will, dass die Republikaner eine Abstimmung über die Fortsetzung der Verwaltungsarbeit zulassen", teilte das Weiße Haus in der Nacht zum Freitag mit.

Obama wollte Anfang nächster Woche auf Bali in Indonesien am Gipfeltreffen der Pazifikanrainerstaaten (Apec) teilnehmen. Direkt im Anschluss wäre er nach Brunei auf Borneo zum Treffen der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (Asean) weitergereist.

Bei den Gipfeltreffen in Asien stehen keine weitreichenden Entscheidungen an.
Bei beiden Gipfel geht es in erster Linie um Fortschritte bei Handelsliberalisierungen und besserer Vernetzung der Teilnehmerstaaten. An den Gipfeln nehmen auch der russische Präsident Wladimir Putin und der chinesische Präsident Xi Jinping teil. Gerade in Südostasien buhlen die USA und China um Einfluss in einer aufstrebenden Wirtschaftsregion mit 600 Millionen Menschen.

Außenminister John Kerry werde Obama bei allen Veranstaltungen vertreten, teilte das Weiße Haus mit. Obama hatte die ebenfalls vorgesehenen Besuche in Malaysia und auf den Philippinen bereits abgesagt.