Stralsund
Urteil

Urteil gefällt: Mörder von Maria müssen lebenslänglich hinter Gitter - Haupttäter wandert in Psychatrie

Das Urteil im Mord an Maria aus Stralsund ist gefallen: Der Haupttäter wird in eine Psychiatrie eingewiesen und der Mittäter zu einer lebenslangen Haftstraße verurteilt.
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Lebenslange Haft und die Einweisung in die Psychatrie erwartet den Haupttäter nach der Urteilsverkündung. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa
Lebenslange Haft und die Einweisung in die Psychatrie erwartet den Haupttäter nach der Urteilsverkündung. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa

Für den Mord an der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz hat das Landgericht Stralsund für den Haupttäter die Unterbringung im Maßregelvollzug in einer Psychiatrie angeordnet. Zusätzlich wurde er zu einer zwölfjährigen Jugendhaftstrafe verurteilt. Der andere Täter erhielt eine lebenslange Haftstrafe. Das Gericht stellte bei ihm am Freitag die besondere Schwere der Schuld fest.

Laut Anklage wollten sie einen Menschen sterben sehen und haben sich dafür die im dritten Monat Schwangere ausgesucht. Die beiden Täter und Maria gehörten in eine Freundesclique. Sie wohnte alleine. Es sei einfacher gewesen, das Mordvorhaben umzusetzen als bei einem anderen jungen Mann in der Clique, der ebenfalls in ihrem Visier stand, hatte der 19-Jährige im Prozess gesagt. Die Ex-Freundin des 19 Jahre alten Haupttäters war die beste Freundin Marias. Der Jüngere soll Maria mit zahlreichen Messerstichen getötet haben, dies hatte er auch zugegeben. Er bezichtigte den Mittäter jedoch, die Beine Marias festgehalten zu haben, was dieser bestritt.

Urteil im Fall Maria aus Usedom: Haupttäter extrem gefährlich

Der Staatsanwalt forderte für den Älteren eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes. Der Jüngere war von einem Gutachter als extrem gefährlich und frei von jeglicher Empathie eingeschätzt worden.

 

Die Brutalität des Verbrechens hatte viele Menschen in der Region verunsichert, der Hass auf die Täter war auch im stets gut gefüllten Gerichtssaal vielfach zu spüren. Um Übergriffe auf sie zu verhindern, war der Prozess von meist mehr als zehn Polizisten und Justizbeamten gesichert.

Entsprechend waren die Verhandlungen von vielen Emotionen begleitet. Im Mittelpunkt stand dabei die Mutter Marias, die den ganzen Prozess als Nebenklägerin begleitet hat. Immer wieder brach sie wie auch viele Besucher in Tränen aus.

Am Ende des Prozesses brach es aus der Mutter heraus. Sie schrie den beiden Angeklagten zu: "Ich vergebe euch nie. Ich werde euch immer hassen." Sie hoffe, dass die beiden für immer in Haft sein werden. "Keiner gibt mir meine Tochter und mein Enkelkind zurück." Zuvor hatte sich der ältere Angeklagte bei ihr entschuldigt und um Verzeihung gebeten.

Bereits 2018 hat sich die Zahl der Messerangriffe erhöht.