Kelheim
Verhütungsmittelfond

Unterstützung für Frauen in sozialer Not durch kostenfreie Verhütungsmittel

Der Landkreis Kelheim hat beschlossen, Frauen in sozialer Not zu helfen, indem er ihnen Verhütungsmittel bezahlt. In fränkischen Städten gibt es das auch.
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Der Landkreis Kelheim hat beschlossen, Frauen in sozialer Not zu helfen, indem er ihnen Verhütungsmittel bezahlt. In fränkischen Städten gibt es das auch. Foto: Carsten Rehder/dpa
Der Landkreis Kelheim hat beschlossen, Frauen in sozialer Not zu helfen, indem er ihnen Verhütungsmittel bezahlt. In fränkischen Städten gibt es das auch. Foto: Carsten Rehder/dpa
Wie der BR berichtet, will der Landkreis Kelheim ab dem Jahr 2018 Frauen in sozialer Not noch besser unterstützen. Und zwar in Sachen Verhütungsmittel. Der Kreisausschuss richtet dafür einen sogenannten Verhütungsmittelfond ein, in den 5000 Euro fließen sollen.
Dieser Verhütungsmittelfond gilt dann für ein Jahr und muss jährlich neu beschlossen werden.
Hintergrund des Ganzen ist, dass sozial schwachen Frauen das Geld oft nicht reicht - gerade beim Thema Verhütung stehen Frauen mit geringem Einkommen vor einem großen Problem.

Denn ab dem 21. Lebensjahr müssen Frauen Verhütungsmittel, wie die Pille die Hormonspirale selbst bezahlen. Zwischen zehn und 15 Euro im Monat sind manchmal einfach schon zu viel. Wenn es nicht für geeignete Verhütungsmittel reicht, kommt es schlimmstenfalls zur ungewollten Schwangerschaft - noch schlimmer zur Abtreibung.

Um das zu verhindern, versuchen bayerische Kommunen schon länger Konzepte zu entwickeln, um Frauen bei de Finanzierung der Verhütung zu unterstützen. In Nürnberg wurde beispielsweise schon vor fünf Jahren ein solcher Fond beschlossen, in den dann laut Bayerischer Staatszeitung im Jahr 2015 sogar 40.000 Euro geflossen sind. Auch in Würzburg werden seit 2013 durch einen Präventionsfond die Kosten übernommen.

Jetzt also auch in Kelheim: Frauen in besonders schweren Lebenssituationen, darunter fällt nicht nur finanzielle Bedürftigkeit, sondern auch eine Krankheit oder die Überforderung durch bereits vorhandene Kinder, können sich ab dem 1. Januar 2018 an die Schwangerschaftsberatung des Landkreises Kelheim wenden. Vorbild für den Beschluss war der Nachbarlandkreis Landshut.