Unterhaching
Wut auf Rettungskräfte

Bayern: Rettungswagen von wütender Anwohnerin zugeparkt

Unfreiwillige Unterbrechung eines Rettungseinsatzes: Als die Besatzung eines Rettungswagens am Montagabend an einem Ärztezentrum in Oberbayern mit ihrem Patienten losfahren wollte, war ihr Fahrzeug zugeparkt - und das mit Absicht: Eine Anwohnerin war vom Verhalten der Rettungskräfte genervt.
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Ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes ist am Montagabend in Oberbayern von einer genervten Anwohnerin zugeparkt worden.  Symbolbild: Ronald Rinklef
Ein Rettungswagen des Bayerischen Roten Kreuzes ist am Montagabend in Oberbayern von einer genervten Anwohnerin zugeparkt worden. Symbolbild: Ronald Rinklef

Wütende Frau parkt Einsatzwagen zu: Aus Ärger über ihre eingeparkte Zufahrt hat eine Frau mit ihrem Auto einen Rettungswagen im Einsatz blockiert. Die 55-Jährige stellte den Wagen in die Einfahrt einer Hausarztpraxis in Unterhaching bei München, so dass der Rettungswagen nicht losfahren konnte, wie ein Sprecher der Polizei am Mittwoch sagte. In einem oberfränkischen Landkreis werden Rettungskräfte zunehmend mit Gewalt konfrontiert.

Rettungswagen zugeparkt: Sanitäter finden wütende Anwohnerin nach acht Minuten

Laut merkur.de kam es am Montag, 29. Juli 2019, gegen 18.40 Uhr zu den Rettungseinsatz in Unterhaching. Da ein Patient vom Hausärztezentrum schnell ins Krankenhaus gebracht werden musste, parkten die Sanitäter den Rettungswagen in der Einfahrt zu einem Haus. Dessen Bewohnerin, eine 55-Jährige, wolllte die Einfahrt allerdings genau in diesem Augenblick benutzen.

Die Frau habe sich so über das Blaulichtfahrzeug in ihrer Einfahrt geärgert, dass sie kurzerhand hinter diesem parkte. Erst nach acht Minuten und mit Hilfe einer Nachbarin fanden die fassungslosen Sanitäter die Frau im Haus. Nachdem sie ihr Auto umparkte, fuhr der Rettungswagen den Patienten mit Blaulicht ins Krankenhaus.

Die 55-Jährige erwartet nun eine Anzeige wegen Nötigung und unterlassener Hilfeleistung. Über den Fall hatten mehrere Medien berichtet.

Rettungsdienst, Polizei und Feuerwehr haben im Einsatz Sonderrechte im Verkehr. Deshalb kommen sie alle paar Sekunden in eine gefährliche Situation.