Kultsänger Udo Lindenberg (73) hat das starke Wahlergebnis der AfD bei der Landtagswahl in Thüringen scharf kritisiert und wünscht sich neue Visionen und Lösungen für die Herausforderungen. "24 Prozent. Und viele sagen immer noch: Das wird sich niemals wiederholen - aber seht ihr denn nicht an den Häuserwänden die selben alten neuen Parolen?", schrieb der Sänger am Mittwochabend (30. Oktober 2019) auf Facebook. "Das Grauen geht um im Land, nicht nur an Halloween."

Der Musiker hatte eine besondere Verbindung zur ehemaligen DDR. Schon lange vor dem Mauerfall bemühte er sich immer wieder, dort aufzutreten, war in Kontakt mit der SED-Führung und sang sich mit Liedern wie "Mädchen aus Ostberlin" und "Sonderzug nach Pankow" in die Herzen der ostdeutschen Fans.

"Wir brauchen keine Rassisten und Hetzer mehr"

Nach den jüngsten Wahlergebnissen der rechtspopulistischen AfD in Thüringen, Sachsen und Brandenburg schreibt der 73-Jährige: "Wir brauchen keine rückwärtsgewandten Rassisten, Hetzer und menschenfeindliche Brandstifter mehr in unserm schönen Land, wir brauchen neue Visionen, Kreativpower für die Zukunft, echte Lösungen für die ganzen krassen Herausforderungen unserer Zeit."

Fans von Udo Lindenberg können sich freuen: Der Kultsänger hat für seine Tour im nächsten Jahr ein Zusatzkonzert für Nürnberg angekündigt. Zwei Tage hintereinander finden die Konzerte in der Arena Nürnberger Versicherung statt.