Paukenschlag zum Jubiläum: In der heutigen 4.500 Folge des ARD-Dauerbrenners "Verbotene Liebe" (18 Uhr im Ersten) kehrt Hagen von Lahnstein von den Toten zurück. Der verschollene Ehemann von Dana hat den Schiffbruch mit seinem Vater Ludwig überlebt. Die Nachrichtenagentur spot on news hat mit Hagen-Darsteller Christoph Mory über die turbulenten Ereignisse, aber auch über die Zukunft der Serie gesprochen.

Seit fast 20 Jahren flimmert die Adels-Soap "Verbotene Liebe" über die Bildschirme. Begonnen hatte damals alles mit Jan und Julia - holen sich hier die ersten Folgen des Dauerbrenners

Was ist seit dem Schiffbruch von Hagen und Ludwig auf den Bahamas passiert?

Christoph Mory: Die beiden wurden auf eine einsame Insel geschwemmt, wo sie schließlich fast ein Jahr verbracht haben. Zunächst hatten sie nichts - kein Essen, kein Trinkwasser. Mit der Zeit haben sie schließlich gelernt, zu überleben. Anfangs hatten beide auch noch die Hoffnung, gefunden zu werden. Doch nachdem einige Monate vergangen waren, fingen sie schließlich an, ein Floß zu bauen. Kurz bevor sie damit fertig waren, wurde Ludwig krank. Ein Tanker-Unglück nahe der Insel hatte die Fische vergiftet. Das alles wird in Rückblenden erzählt, da wir ja leider nicht ein Jahr auf einer Insel drehen konnten.

Stattdessen haben Sie die Dschungelszenen im Kölner Zoo gedreht...

Mory: Ja, das war wirklich eine gute Lösung. Wir hatten einen abgeteilten Bereich im Tropenhaus und mit ca. 30 Grad und einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit annähernd das originale Klima. Die Tiere haben die entsprechende Geräuschkulisse geliefert. Der Dreh hat sehr viel Spaß gemacht.

Für den Dreh haben Sie sich extra Ihre Haare und einen Bart wachsen lassen - sind die Haare denn mittlerweile wieder ab?

Mory: Nein. Der Bart ist etwas getrimmt, nicht mehr ganz so verwüstet, und die Haare wurden auch in Form gebracht. Aber Hagens Aussehen hat sich sehr verändert, genauso wie seine Persönlichkeit. Die Ereignisse haben ihre Spuren hinterlassen.

Kehren Sie wieder dauerhaft zur Serie zurück?

Mory: Wir werden sehen. Auf jeden Fall ist Hagen wieder für eine ganze Weile da. Es wird kein Kurzauftritt werden.

Und wie sieht es mit Ludwig aus?

Mory: Er überlebt leider nicht. Hagen wird ohne ihn zu seiner Familie zurückkehren.

Wie geht es mit Hagen, seiner Frau Dana und Sohn Max weiter?

Mory: Der Gedanke, die beiden noch einmal zu sehen, half Hagen zu überleben. Dana ist schließlich seine große Liebe und seinen Sohn hat er bisher noch nie gesehen. Er kam ja erst zur Welt, als Hagen bereits verschollen war. Doch was sich aus dem Wiedersehen für Probleme und Herausforderungen ergeben, das wird sich dann zeigen.

Vor allem weil Dana mit Ricardo ein neues Liebesglück gefunden hat...

Mory: Genau. Aber auch bei den Lahnsteins wird sich einiges ändern. Hagen wird hier mehr Verantwortung übernehmen. Was früher für ihn ja nie in Frage gekommen war.

War eigentlich von Anfang an klar, dass Sie in die Serie zurückkehren werden oder sollten Sie ursprünglich sterben?

Mory: Dass ich sterbe, war nie geplant und eine Rückkehr war nur eine mögliche Option. Aber mit Figuren, die verschollen sind, ist ja alles möglich. Die Verantwortlichen haben sich die Geschichte offen gehalten. Doch dadurch, dass Dana nie daran geglaubt hatte, dass Hagen wirklich tot ist, konnte der Zuschauer bis zuletzt hoffen. Ich habe mich sehr gefreut, als ich zurückkommen konnte. Schließlich wurde Hagen so abrupt aus der Serie gerissen. Die große Liebesgeschichte zwischen Hagen und Dana wurde nie zu Ende erzählt. Die Fans dürfen sich auf viele tolle Geschichten freuen.

Leider mit Unterbrechung. Das "Quizduell" schickt die Serie drei Wochen in die Pause...

Mory: Ja, aber dafür geht es für VL-Fans im Netz weiter. "Die längste Nacht von Königsbrunn" ist eine Webserie, die eigens für die Pause kreiert wurde.

Wie haben Sie und Ihre Kollegen diese Entscheidung aufgenommen?

Mory: Es ist einerseits natürlich schade, dass gerade eine Woche nach Hagens Rückkehr die Geschichte so abrupt unterbrochen wird. Aber andererseits endet die Serie an einem Spannungspunkt, der viele Zuschauer neugierig auf die nächsten Folgen machen dürfte. Ich hoffe, dass sie wieder einschalten und heiß darauf sind, wie es bei "Verbotene Liebe" weitergeht.

Viele Fans bangen um die Serie. Wie groß ist am Set die Angst, die Serie könnte abgesetzt werden?

Mory: Diese Sorge gibt es natürlich auch am Set, genauso wie bei den Fans. Natürlich macht man sich da seine Gedanken. Allerdings ist so eine etablierte Marke, die es bald schon zwanzig Jahre gibt, schwer zu ersetzen. Zudem ist sie eine der erfolgreichsten Sendungen in der ARD-Mediathek. Ich hoffe, dass es die "Verbotene Liebe" noch sehr lange geben wird.