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Das große Finale von "The Masked Singer": 6 Gründe, warum diese Show so spektakulär ist

Grashüpfer, Engel, Monster, Astronaut und Kudu: Hinter diesen Kostümen verstecken sich die verbliebenen Teilnehmer und somit Finalisten der Pro7-Erfolgsshow "The Masked Singer". Doch was macht diese Show eigentlich so erfolgreich?
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Trotz Rekordtemperaturen schlüpfen bei «The Masked Singer» auch diese Woche Promis unter schweißtreibende Masken. Foto: Henning Kaiser/dpa
Trotz Rekordtemperaturen schlüpfen bei «The Masked Singer» auch diese Woche Promis unter schweißtreibende Masken. Foto: Henning Kaiser/dpa

Ein wahrer Hype ist ausgebrochen. Scheinbar ist halb Deutschland im akuten Rätselfieber. Wer steckt hinter dem Astronauten, wer sind der Engel und das pinke Monster? Millionen Deutsche hängen donnerstags zur Primetime vor der Flimmerkiste, um genau das herauszufinden.

Die neue Fernsehshow "The Masked Singer" begeistert den Einschaltquoten zufolge das Publikum. Während in den vergangenen Woche mehr als drei Millionen Menschen eingeschalten haben, werden auch an diesem Donnerstag (01.08.19) mehrere Millionen das Finale der ProSieben-Sendung sehen. Aber warum ist das so? Was begeistert die Menschen vor den Bildschirmen? Und warum wird die ganze Woche lang in den sozialen Medien diskutiert und gerätselt, wer sich unter den aufwendigen Kostümen versteckt?

6 Gründe, warum "The Masked Singer" so spektakulär ist

1. Die Kostüme

Die Kostüme sind wohl das Besondere an "The Masked Singer". Denn wie der Name der Show bereits erahnen lässt: Die Sänger sind maskiert. Bis zur Unkenntlichkeit verkleidet mit sehr aufwendigen Ganzkörperkostümen. Egal ob Astronaut, Panther, Kudu oder Schmetterling: Die Optik hat es in sich! Und die ist es auch, die den Fernsehzuschauer spätestens beim Zappen durchs Abendprogramm hängen bleiben lässt. Mit viel Liebe zum Detail hat die Kostümbildnerin richtige Kunstwerke geschaffen. Als Zuschauer der Show weiß man auch: Die sind richtig teuer. Mehrere zehntausend Euro stecken beispielsweise in dem mit Swarovski-Glitzersteinen übersäten Astronautengewand.

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2. Das große Rätselraten

Keiner weiß, wer unter den schweißtreibenden Masken steckt. Ob Schauspieler, Sportler, Model, Moderator oder echter Sänger, es kann sich quasi jeder Promi unter den Kostümen verstecken. Bis auf acht Mitarbeiter von ProSieben weiß angeblich keiner, wer sich hinter den Maskierungen verbirgt. Auch hinter den Kulissen dürfen die prominenten "Sänger" nur maskiert und in einheitlichen Pullovern durch die Gegend marschieren. Passenderweise mit der Aufschrift und Aufforderung "Don't talk to me". Denn gesprochen wird hinter den Kulissen auch nicht - und während der Show nur mit Stimmverzerrer.

Nichts verspricht mehr Spannung als die menschliche Neugier. Kurze, teils kuriose Indizien zu den jeweiligen maskierten Promis sollen Aufschluss über die wahre Identität geben. Oder verwirren sie eher? Wobei verwirren in diesem Zusammenhang keinesfalls negativ gedeutet werden soll. Haben wir als Kinder nicht alle gerne Detektiv gespielt? So oder so ähnlich fühlt es sich als begeisterter Zuschauer der Sendung jedenfalls an. Damit sorgt ProSieben sehr geschickt dafür, dass die Fans der Show auch nächste Woche wieder einschalten. Hier geht es zum offiziellen Ratespiel des Senders.

3. Unbedingt Dranbleiben

Am Ende jeder Folge wird nur ein Geheimnis gelüftet. Der Maskierte mit den wenigsten Anrufen ist raus. Und damit fällt die Maske. Das Mitfiebern um die weiteren Identitäten geht allerdings gnadenlos weiter. Wer einmal im Ratefieber ist, schaltet wieder ein. Das Konzept scheint zu funktionieren - die Einschaltquoten bestätigen diesen Eindruck. Selbst die singenden Promis wissen nicht, wer unter den anderen Kostümen steckt. Auch Freunde und Familien der Teilnehmer bleiben im Unklaren. Marcus Schenkenberg, das berühmteste männliche Model aller Zeiten, gestand nach seiner Enthüllung als Eichhörnchen in der letzten Sendung: "Am schwierigsten war es, meine Mutter anzulügen."

4. Großer Überraschungseffekt

Von Beginn an war eine Sache klar: Es könnte sich jeder hinter den Masken verbergen. Also auch Prominente, die noch niemals zuvor in der Öffentlichkeit gesungen haben. Geschweige denn auf einer großen Bühne. Oder in einer Liveshow zur besten Sendezeit. Da schwingt schon mal eine gehörige Portion Muffensausen mit. Eine Ganzkörperkostümierung hilft dem ein oder anderen Promi sicherlich, die Scheu vor dem großen Publikum zu überwinden. Und für den Zuschauer, aber auch die Jury, ist der Überraschungseffekt am Ende jeder Sendung riesig. Denn selbst wenn der Name des maskierten Promis vielleicht tatsächlich schon einmal in den zahlreichen Spekulationen der Jury und im Netz gefallen ist, bleibt der Moment der Demaskierung spannend und überraschend.

5. Endlich mal was Neues

"DSDS", "The Voice", "Das Supertalent" oder "Sing meinen Song" - die deutsche Fernsehshowlandschaft hatte einige Zeit wenig Neues zu bieten. Bis jetzt. Mit dem Start der ersten Staffel von "The Masked Singer" gibt es endlich mal wieder ein erfrischendes Unterhaltungsformat. Zwar sind es die üblichen Gute-Laune-Hits oder bekannte Balladen, die die maskierten Sänger zum Besten geben - doch das Konzept ist ein völlig anderes. Es geht auch nicht ums Gewinnen eines Preises. Sondern um Spaß. Und darum, das Geheimnis um seine Identität möglichst lange zu wahren.

Schon in den USA war die Rateshow ein großer Erfolg, so dass sich der Sender Fox direkt eine zweite Staffel sicherte. Und auch bei uns ist "The Masked Singer" ein echter Quotenschlager. Unter den jüngeren zwischen 14 bis 49 Jahren hatte die Show einen Marktanteil von gut 27 Prozent. Und die Sendung hat mit jeder Ausgabe Publikum dazugewonnen. Das gelingt im deutschen TV so gut wie nie, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

6. Entdecken neuer Stars und Talente?

Zwar machte sich in den sozialen Medien zuletzt viel Enttäuschung breit, als einige "Stars" ihre Masken fallen ließen, doch hat genau das auch etwas Gutes. Jüngere Zuschauer, die das schwedische Model Marcus Schenkenberg oder Schauspieler Heinz Hoenig vor der Sendung nicht kannten, können ihren Horizont erweitern. Und wer hätte bitte vor "The Masked Singer" gedacht, dass Ex-GZSZ-Sternchen Susann Sideropolus überhaupt nur ansatzweise singen kann?

Der Sender ProSieben geht mit Kritik, die sich im Netz verbreitete, gekonnt um. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Sender-Chef Daniel Rosemann: "Kritik gehört zu jeder erfolgreichen Show". Einige Zuschauer hatten sich empört und den "Star"-Status bisher enttarnter Teilnehmer in Frage gestellt. Ob es weiteren Grund zur "Enttäuschung" gibt, bleibt abzuwarten. Bis zum Staffelfinale am 1. August 2019 geht das Rätselraten weiter.

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Übrigens hat ProSieben bereits für das kommende Jahr eine zweite Staffel angekündigt. "Ich freue mich jetzt auf neue verrückte Masken im nächsten Jahr", sagt Rosemann zur dpa.

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