Ludwigshafen-Kommissarin Lena Odenthal gehört zu den Urgesteinen der "Tatort"-Reihe, seit 1989 wird die Ermittlerin von Ulrike Folkerts (53) dargestellt. Die scheint aber vor allem mit den Drehbüchern nicht immer einverstanden zu sein: "Lena ist doch in 25 Jahren als Kommissarin austauschbar geworden. Das liegt natürlich auch an den Geschichten", sagte Folkerts der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

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Das Problem liegt laut Folkerts daran, dass "Tatort" und "Polizeiruf 110" keine Serien seien, die weitergesponnen werden. "Es kommen immer wieder neue Autoren. Die interessiert der Plot, die Kommissare werden gegebenenfalls austauschbar." Umso wichtiger sei deshalb "eine starke Redaktion, die sich jeweils für die Persönlichkeiten der Kommissare einsetzt".

Über ihren für Oktober angekündigten Jubiläumsfall "Blackout" verriet die Schauspielerin in dem Interview: "Es geht mehr um Lena Odenthal als um den Fall. Es gibt den Tag X, an dem die eine Leiche die eine zu viel ist - und die Kommissarin in eine Krise gerät." Deshalb werde es "eine Folge, in der Lena viel nachdenken muss, sich besäuft, nicht mehr schlafen kann. Das würde ich in diesem Job auch tun".

Ein Coming-out von Lena Odenthal wird es aber nicht geben. "Ich werde aus der homosexuellen Community immer wieder gefragt, wann Lena Odenthal endlich lesbisch wird. Nie! Weil es viel zu nah an mir dran ist. Das hätte man von Anfang an machen können, aber vor 25 Jahren war es undenkbar. Jetzt mache ich es nicht mehr. Bin ich verrückt? Ich möchte nicht mich selbst spielen."