So wird der Tatort "Gegen den Kopf"

Auf dem Heimweg von einer Firmenfeier wird Mark Haessler Zeuge einer Pöbelattacke zweier junger Kerle auf einen wehrlosen älteren Mann. Er greift ein, wenig später erliegt Haessler im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen. Ein komplizierter Fall für die Berliner Kommissare Ritter und Stark... Lohnt sich das Einschalten? Hier gibt es die Antwort!

So wird der Tatort "Gegen den Kopf"
Konstantin (Jannik Schümann, li.), Achim (Edin Hasanovic) und Mark Haessler (Enno Kalisch, re.) geraten in der U-Bahn aneinander Foto: rbb/Frédéric Batier

Immer wieder machen Gewaltattacken in S- und U-Bahnhöfen blutige Schlagzeilen. Auch im Tatort am Sonntag (Das Erste, 20.15 Uhr) muss ein solcher Fall gelöst werden, denn nachdem er einen anderen Mann verteidigt hat, wird Mark Haessler brutal zusammengeschlagen. Doch von wem? Das müssen die Hauptkommissare Till Ritter (Dominic Raacke) und Felix Stark (Boris Aljinovic) herausfinden... Hier gibt es die wichtigsten Antworten zum Sonntagskrimi:

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Um was geht es in "Gegen den Kopf"?

Der 38-jährige Mark Haessler (Enno Kalisch) wird auf dem U-Bahnsteig Schönleinstraße in Berlin-Kreuzberg tot aufgefunden - offenbar totgeprügelt von zwei flüchtigen Jugendlichen, mit denen er zuvor im Zug aneinander geraten war, weil sie einen gehbehinderten Mann belästigt hatten. Haessler kann reanimiert werden, stirbt aber kurze Zeit später im Krankenhaus. Er hinterlässt Frau und Kind. Die Hauptkommissare Till Ritter und Felix Stark versuchen anhand diverser Zeugenaussagen, Mobilfunknetze sowie Verkehrs- und Sicherheitsüberwachungen zu rekonstruieren, was in der Nacht geschehen ist.

Lohnt es sich, am Sonntag einzuschalten?

Ja. Vor allem Dingen deshalb, weil der darin noch unbeleckte Zuschauer relativ viel erfährt über die Möglichkeiten, die die moderne Kommunikationstechnik Ermittlern zum Beispiel bietet. Ein Crash-Kurs quasi. Kleiner Maluspunkt: Um all die Techniken vorführen zu können, wird eine denkbar ungünstige Ausgangslage konstruiert: Die Attacke auf den Familienvater passiert genau an der Stelle, an der die Kameras nichts aufzeichnen, die Assistenten übersehen die logischsten Dinge, der Sterbende sagt nicht etwa den Namen seines Kindes oder seiner Frau... Sei es drum, wer sich noch nicht mit den Themen Überwachungskameras, Datenschutz oder "Cloudfähigen Handys" auseinandergesetzt hat, wird überrascht sein, wie dicht das Netzt ist.

Zivilcourage

So ganz nebenbei wird auch ein anderes großes Thema angeschnitten: die Zivilcourage. Wer schaut hin, wer schaut weg? Und was macht es mit einem, wenn man hinterher darüber nachdenkt, dass man weggeschaut hat...

Brutalität

Auch ein spannender Aspekt an "Gegen den Kopf", dessen Fall anfangs fast ein bisschen zu eindeutig wirkt, ist die Frage, die das erste Opfer, der ältere Herr mit Gehhilfe, stellt: "Warum hört man nicht auf, wenn einer am Boden liegt? Früher haben wir das getan." - Früher gab es aber auch keine Anwälte, wie den im Krimi gezeigten. Und noch eines sei schon mal verraten: Die spannende Wendung ist noch abstoßender als gedacht...