München

Letzter Auftritt: "Rosenheim-Cop" Joseph Hannesschläger in Spielfilmlänge

"Rosenheim Cops"-Darsteller Joseph Hannesschläger ist tot: Bevor im März die letzte Folge mit Hannesschläger im Fernsehen ausgestrahlt wird, gibt es noch ein Winterspecial mit dem beliebten Schauspieler.
Artikel drucken Artikel einbetten

  • Der beliebte Schauspieler Joseph Hannesschläger ist am Montag, 20. Januar 2020, verstorben.
  • Er wurde 57 Jahre alt. Zuletzt war bekannt geworden, dass er an einer Krebserkrankung litt. 
  • Er starb in München im Beisein seiner Frau.
  • Seine wohl bekannteste Rolle ist die des Kommissars Korbinian Hofer in der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops" gewesen, die er 17 Jahre lang verkörperte. 
  • Am 19. Feburar wird noch eine Folge "Rosenheim Cops" in Spielfilmlänge mit Hannesschläger ausgestrahlt.

Update 17.02.2020: Winterspecial der "Rosenheim-Cops" mit Joseph Hannesschläger

Fast genau einen Monat nach dem Tod Joseph Hannesschlägers ist der beliebte Schauspieler am Mittwoch noch einmal im Fernsehen zu sehen - in Spielfilmlänge. Hannesschläger hat nur einen kurzen Auftritt in der Folge, aber der endgültige Abschied steht noch aus.

Es sind Kommissar Zufall und Kommissar Korbinian Hofer, die im diesjährigen Winterspecial der "Rosenheim-Cops" einer Verdächtigen auf die Schliche kommen. Durch einen Zeitungsartikel und ein beiläufiges Treffen kombiniert der Ermittler, dass die Frau eines erschossenen Orthopäden eine Affäre mit dessen Konkurrenten hat. Es ist einer der letzten Einsätze von Hofer, Darsteller Joseph Hannesschläger erlag am 20. Januar einer Krebserkrankung. Er wurde 57 Jahre alt.

Am Mittwoch (19. Februar 2020) zeigt das ZDF zur Primetime um 20.15 Uhr die Folge "Schussfahrt in den Tod" in Spielfilmlänge. Der Tote hängt im Sessel eines Skilifts und dreht so eine Runde. Bei den nur halb so langen regulären Episoden der Kultserie schalten dienstagabends nach Senderangaben im Schnitt nahezu fünf Millionen Zuschauer ein. Hannesschläger war eines ihrer prominentesten Gesichter.

"Dass Joseph Hannesschläger in diesem Film nur einen kleineren Part hatte, war mit ihm besprochen, da er aufgrund seiner Einschränkungen nicht beim Außendreh im Schnee dabei sein wollte", erläuterte Produzent Alexander Ollig der Deutschen Presse-Agentur. "Wir wollten ihn aber natürlich gerne dabei haben."

Diesmal kam den Machern zugute, dass im XXL-Winter Anfang 2019 gedreht wurde. Sonst herrschte gerne Regenwetter oder bayerisches Bilderbuchwetter zu den Sonderfolgen vor. Zwar hatten sie für die Außenaufnahmen das Salzkammergut in Österreich gewählt, um eine hohe Schneesicherheit zu haben.

Nun war es aber beinahe zu viel, wie Ollig einräumt. Anders als dieses Jahr türmen sich die weißen Massen beeindruckend hoch, durch die ein schmaler Pfad die Kommissare führt - bis sie einem Räumfahrzeug ausweichen müssen und Hansen den Wagen festfährt.

90 Minuten reichen für eine ganze Handvoll Verdächtige. Es geht um Geld, verbotene Liebe, Ärztepfusch. Nach etwa einer Stunde wendet sich das Blatt: Es gibt eine zweite Leiche - oder mit den berühmten Worten von Sekretärin Miriam Stockl: "Es gabat a Leich."

Erst in den letzten etwa zehn Minuten klärt sich der Fall. Eine Nacht mit 14 Obstlern à 4,50 Euro liegt da hinter den Kommissaren. Kommissar Hofer gönnt sich am Ende ein Stück Apfelkuchen mit Sahne. Und für eingefleischte "Rosenheim-Cop"-Fans gibt es einen kleinen Trost: Hannesschläger wird am 17. März noch einmal zu sehen sein, wie Produzent Ollig verrät. In der Folge verabschiedet Hofer sich in einer Szene von seinen Kollegen, da er zur Aushilfe als Leiter einer Fortbildung nach Husum reist. Dann wird der Abschied endgültig.

Update 31.01.2020: Letzter Auftritt für "Rosenheim-Cop" Hannesschläger

Knapp zwei Monate nach seinem Tod wird Schauspieler Joseph Hannesschläger alias Kommissar Korbinian Hofer zum letzten Mal bei den "Rosenheim-Cops" zu sehen sein. Am 17. März werde eine Folge im ZDF ausgestrahlt (19.25 Uhr), in der Hofer sich in einer Szene von seinen Kollegen verabschiedet, da er zur Aushilfe als Leiter einer Fortbildung nach Husum reist, teilte Produzent Alexander Ollig der Deutschen Presse-Agentur mit. Hannesschläger war am 20. Januar nach einer schweren Krebserkrankung im Alter von 57 Jahren gestorben.

Er war das prominenteste Gesicht der "Rosenheim-Cops". Am 19. Februar spielt er im Winterspecial "Schussfahrt in den Tod" (20.15 Uhr) mit. In der laufenden 19. Staffel ist Hofer in zwei Folgen ermittelnder Kommissar. Die erste Folge wurde laut Ollig auf den 21. Januar vorgezogen, die zweite soll am 11. Februar laufen. Ursprünglich seien mehr Folgen mit Hannesschläger geplant gewesen, "die wir aber aufgrund seiner Erkrankung reduzieren mussten", so der Produzent. "Wir haben die Drehbücher entsprechend sukzessive umgeschrieben, in der Hoffnung, dass Joseph zu einem späteren Zeitpunkt wieder einsteigen kann. Das war aber leider nicht mehr möglich."

Update, 27.01.2020, 15 Uhr: Bewegende Worte zum Abschied

Mit bewegenden Worten haben sich Angehörige, Freunde und Fans am Montag von dem "Rosenheim Cop"-Schauspieler Joseph Hannesschläger verabschiedet. "Ich weiß, dass du entspannt und friedlich, gelegentlich sogar heiter, für immer eingeschlafen bist. Lieber Joseph, danke für alles", sagte Münchens früherer SPD-Oberbürgermeister Christian Ude. Unter den Gästen der Trauerfeier waren auch viele Schauspieler, vor allem aus der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops", in der Hannesschläger als Kommissars Korbinian Hofer aufgetreten war.

"Der Joseph war ein Mensch mit Ecken und Kanten und mit einem großen Herzen, er war mein Freund", sagte Max Müller (in der Serie: Michi Mohr) in seiner Rede. Alexander Duda alias Polizeipräsident Gert Achtziger erinnerte sich an den bubenhaften Charme seines Freundes und Kollegen. Damit habe er alle um den Finger gewickelt. Die Schauspielerin Michaela May nannte ihn ein bayerisches Urgestein, mit großer Liebe zur Musik. "Wenn er Musik gemacht hat, war er plötzlich ganz leicht und tänzelnd auf der Bühne", erinnerte sie sich.

Hannesschläger war nach einer schweren Krebserkrankung mit nur 57 Jahren gestorben. Bei der Trauerfeier war sein Sarg aufgebahrt, darauf ein Gesteck aus weißen und roten Rosen, so wie auch der Kranz seiner Frau Bettina. "In Liebe und Dankbarkeit - Dein Schnuckelchen" stand auf der Schleife. Hannesschläger war das prominenteste Gesicht der "Rosenheim Cops". Vor der Trauerhalle auf dem Ostfriedhof hatten sich deshalb viele Fans versammelt, die die Feier über Lautsprecher verfolgten. Die Beisetzung soll später im engsten Familienkreis stattfinden.

Update, 27.01.2020: Heute Trauerfeier in München

Gegen 12.45 Uhr soll es losgehen: Die Trauerfeier für den verstorbenen Schauspieler Joseph Hannesschläger findet heute (27. Januar 2020) auf dem Ostfriedhof in München statt.

Zahlreiche Familienangehörige und Fans des beliebten TV-Stars, der unter anderem durch die ZDF-Serie "Rosenheim-Cops" bekannt wurde, werden an seinem Grab erwartet. Einer seiner beiden letzten Wünsche war, dass die Trauerfeier in einem öffentlichen Rahmen stattfindet, da er so viel Zuspruch während seiner Krebserkrankung erhielt.

Aus familiären Kreisen heißt es, dass sich Hannesschläger zudem gewünscht habe, dass keine Kränze und Blumen an seinem Grab niedergelegt werden. Stattdessen wird darum gebeten, an den Verein "Mukoviszidose" zu spenden. Hier finden Sie Informationen, wie das geht.

Update, 26.01.2020: Trauerfeier am Montag - Hannesschläger wünschte sich Spenden statt Blumen

Auf dem Münchner Ostfriedhof verabschieden sich am Montag um 12.45 Uhr Freunde, Fans und Weggefährten von dem verstorbenen Schauspieler Joseph Hannesschläger. Die öffentliche Trauerfeier war Hannesschlägers großer Wunsch. Damit wollte er seinen Fans danken, die nach Bekanntwerden seiner schweren Krankheit großen Anteil genommen hatten.

Sie können sich während der Trauerfeier in Kondolenzbücher eintragen. Und noch einen Wunsch hatte er: Keine Blumen und Kränze, dafür Spenden an den Verein Mukoviszidose.

Update, 25.01.2020: Nach dem Tod von Joseph Hanneschläger - wie es mit den "Rosenheim-Cops" weitergeht

Nach dem Tod von Joseph Hannesschläger fragen sich viele Fans, wie es mit der Erfolgsserie "Die Rosenheim-Cops" im ZDF weitergeht. Im Gespräch mit bunte.de hat Produzent Alexander Ollig bekannt gegeben, dass es keine Spezialfolge anlässlich des Todes des Schauspielers geben wird. Dies sei nicht umsetzbar, da derzeit Drehpause sei. Letzter Drehtag sei am 18. November 2019 gewesen, erst im April werden neue Folgen produziert.

Dennoch wird Hannesschläger laut der Bunten noch insgesamt dreimal als Kommissar Korbinian Hofer in bisher nicht gezeigten Folgen im ZDF zu sehen sein: In zwei regulären Episoden, die vermutlich im Februar und März laufen werden, und im "Rosenheim-Cops-Winterspezial" am 19. Februar.

Update, 23.01.2020: Öffentliche Trauerfeier für verstorbenen Schauspieler Joseph Hannesschläger

Der Termin für die öffentliche Trauerfeier für den verstorbenen "Rosenheim-Cops"-Schauspieler Joseph Hannesschläger steht fest: Am Montag (27. Januar 2020) findet diese auf dem Ostfriedhof in München statt. Das teilte Hannesschlägers Agentur am Mittwoch (22. Januar 2020) mit. Dass die Trauerfeier dort stattfindet, sei sein letzter Wille gewesen.

Christian Ude, Ex-OB von München, wird neben den Schauspielern Alexander Duda und Max Müller, die mit Hannesschläger in den "Rosenheim-Cops" im ZDF zu sehen waren, eine Rede halten.

Update, 22.01.2020: Witwe entsetzt über Tod von Joseph Hannesschläger

Der Tod von "Rosenheim-Cops"-Schauspielers Joseph Hannesschläger schockte die Öffentlichkeit. Er verstarb im Alter von 57 Jahren. Neben Hannesschlägers langjährigem Freund und Münchens Ex-Oberbürgermeister Christian Ude reagierte das ZDF mit Bestürzung auf die Nachricht.

Nun positionierte sich auch seine Ehefrau öffentlich: "Dass es so schnell ging, haben wir nicht erwartet. Joseph hatte immer noch Pläne und vor allem hatte er sich nach den ersten Berichten über seine Krebserkrankung sehr darüber gefreut, wie viele Menschen an ihn denken", sagte Bettina Geyer-Hannesschläger der Deutschen Presse-Agentur.

Zudem fügte sich hinzu, dass ihr Ehemann "friedvoll im Hospiz" eingeschlafen sei. Bei dem Hospiz handelt es sich das Hospiz der "Barmherzigen Brüder" in der bayerischen Landeshauptstadt München.

Joseph Hannesschläger und Bettina Geyer(-Hannesschläger) heirateten erst im Sommer 2019. Ihr Liebesglück hielt also nur kurz an.

Update, 22.01.2020: Joseph Hannesschläger tot - letzter Wunsch bleibt unerfüllt

Christian Ude, Münchens Ex-OB und ein Freund des Schauspielers hatte Joseph Hannesschläger vor kurzem noch Mut gemacht. "Im November staunten wir über seine Souveränität, seinen Humor und seinen Realismus angesichts der schweren Erkrankung."

Im Interview mit der Bild verrät Ude ein weiteres Details der Freundschaft: Der letzte Wunsch Hannesschlägers blieb demnach unerfüllt. Der Schauspieler wollte ein persönliches Buch für Freunde und Fans hinterlassen: "Es ist ein trauriger, ein bitterer Verlust. Er hatte sich so sehr eine Gnadenfrist gewünscht, um dieses Buch umzusetzen", sagte Ude zur Bild.

Update, 21.01.2019: Tot von Joseph Hannesschläger - ZDF ändert Programm

Nach dem Tod des Schauspielers Joseph Hannesschläger reagiert das ZDF und ändert das TV-Programm am Dienstag (21. Januar 2020). Generell wird jeden Dienstag eine Folge der Polizeiserie "Die Rosenheim-Cops" ausgestrahlt - so auch an diesem Dienstag. Allerdings ändert sich die Folge. "Der Bart muss weg" wird gezeigt, wie der Sender bekannt gab. Eigentlich war diese Folge erst in der kommenden Woche geplant. Um 19.25 Uhr wird sie ausgestrahlt. Zudem läuft gegen 00.15 Uhr eine Episode der "Rosenheim-Cops" in Spielfilmlänge im ZDF.

"In seiner charismatischen Rolle als Korbinian Hofer wurde Joseph Hannesschläger vom Publikum geliebt. Unzählige Fans wie auch alle Kolleginnen und Kollegen, die mit ihm arbeiten durften, trauern um einen großen Volksschauspieler, den auch wir sehr vermissen werden", sagte Norbert Himmler, Programmdirekt des ZDF.

Die "Rosenheim-Cops"-Folge "Der Bart muss weg" kann bereits im Vorfeld in der ZDF-Mediathek angesehen werden.

Joseph Hannesschläger hat den Kampf gegen den Krebs verloren

Mehrere Medien und die Deutsche Presse-Agentur berichten am Montagmorgen vom Tod des beliebten bayerischen Schauspielers. Er war 17 Jahre lang das Gesicht einer der beliebtesten deutschen Fernsehserien: Der "Rosenheim-Cop" Joseph Hannesschläger ist tot. Er verlor den Kampf gegen den Krebs am Montag (20. Januar 2020) im Alter von 57 Jahren (*2. Juni 1962), wie die PR-Agentur Presse-Partner unter Berufung auf Hannesschlägers Ehefrau Bettina bestätigte. Zuvor hatte die Bild darüber berichtet. Hannesschläger starb in München.

Joseph Hannesschläger: "Rosenheim Cops"-Star stirbt mit 57 Jahren

Er sei am Montag früh friedvoll im Hospiz gestorben, sagte seine Ehefrau Bettina Geyer-Hannesschläger. "Dass es so schnell ging, haben wir nicht erwartet. Joseph hatte immer noch Pläne und vor allem hatte er sich nach den ersten Berichten über seine Krebserkrankung sehr darüber gefreut, wie viele Menschen an ihn denken."

Nach Auskunft der PR-Agentur "Presse Partner" soll es eine öffentliche Trauerfeier für den Schauspieler der ZDF-Kultserie "Die Rosenheim-Cops" geben. Der Zeitpunkt steht aber noch nicht fest.

Wie zuletzt bekannt wurde, war die Krebs-Erkrankung des beliebten "Rosenheim Cops"-Darstellers nicht mehr zu heilen. Er litt an einem neuroendokrinen Tumor. Joseph Hannesschläger wurde nur noch palliativ, das heißt, schmerzlindernd, aber nicht mehr heilend behandelt wird. Der Schauspieler lebte zuletzt in einem Hospiz. Zuvor musste er die Rolle in dem Theaterstück "Wer hat Angst vorm weißen Mann" absagen.

Fans trauern um "das Herz der Rosenheim Cops"

Die Fans verliehen ihrer Trauer in den sozialen Netzwerken Ausdruck: "Und wieder ermittelt jetzt ein Cop im Himmel weiter....Ruhe in Frieden!", schrieb "Der Sinnbefreite" auf Twitter. Und "Sweet_Cherry" meinte, "Ohne dich, werden die Rosenheim Cops nie wieder des selbe sein". Und eine Facebook-Nutzerin lobte: "Du warst echt das Herz der Rosenheim Cops! Komm gut oben an und grüß unseren Hamburger Cop Jan von uns allen!", spielte sie auf den kürzlich verstorbenen Jan Fedder an, TV-Polizist in der ARD-Serie "Großstadtrevier".

In die gleiche Richtung zielt der Kommentar "Nach Jan der nächste Gute. (...) Servus und mach's guat" eines Nutzers unter dem Post der Todesnachricht des ZDF, in dem die Kultserie "Die Rosenheim-Cops" lief.

Polizei trauert um "großartigen Sympathieträger"

Im Polizeipräsidium Oberbayern Süd in Rosenheim ist die Trauer um Joseph Hannesschläger groß: "Als Korbinian Hofer war der "Rosenheim Cop" seit rund 20 Jahren für die Polizei und die Region Rosenheim ein großartiger Sympathieträger", sagte Polizeipräsident Robert Kopp am Montag der Deutschen Presse-Agentur. "Unser tief empfundenes Mitgefühl geht an seine Familie, die ihm bis zum Schluss immer zur Seite stand." Das Polizeipräsidium werde ihn stets in würdevoller Erinnerung behalten.

Der Polizeipräsident und der Fernseh-Polizist kannten sich gut. Kopp nannte den TV-Ermittler deshalb auch gerne "meinen Kollegen". Er habe ein besonderes Gespür für die Menschen und nicht zuletzt auch eine gesunde Portion trockenen Humors gehabt. "Eigenschaften, mit denen wir uns auch im wahren Polizistenleben ebenfalls gerne identifizieren", habe der Polizeipräsident früher mal gesagt.

"Rosenheim Cops"-Kollegen sind bestürzt

"Uns fehlen die Worte. Mit dem Tod von Joseph geht eine Ära zu Ende und wir sind unendlich traurig", teilten seine Schauspielkolleginnen Marisa Burger und Karin Thaler mit. Thaler tritt als Hofers Schwester auf. Burger spielt die Sekretärin Stockl, die die Kommissare im Ernstfall alarmiert, gerne mit dem berühmten Satz: "Es gabat a Leich" - es gäbe eine Leiche.

Der österreichische Schauspieler Max Müller alias Polizist Michi Mohr in der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops" hat sich bestürzt über den Tod von Ermittler Joseph Hannesschläger gezeigt.

"Freund ist für mich ein Ehrentitel. Joseph war und ist ein Freund. Dementsprechend geht es mir", sagte der 54-Jährige am Montag. Es sei gut, dass Hannesschläger bis zuletzt so kompromisslos gelebt und an der Seite seiner Frau gewesen sei, sagte Müller. Müller und Hannesschläger hatten sich vor rund 20 Jahren anlässlich der geplanten Serie kennengelernt und Hunderte von Folgen miteinander gedreht.

Dieter Fischer, in der Serie Kriminalhauptkommissar Stadler aus Passau, lobte die Kämpfernatur seines Kollegen. "Joseph war DIE bayerische Urgestalt und DER Rosenheim-Cop. Er wird uns unheimlich fehlen."

ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler würdigte den Verstorbenen als "großen Volksschauspieler". In seiner charismatischen Rolle als Korbinian Hofer habe sich Joseph Hannesschläger von der ersten Folge der "Rosenheim-Cops" an in das Herz des Publikums gespielt. "Der Vollblutschauspieler war das Gesicht der Serie und hat wie kein anderer das Erfolgsformat entscheidend mitgeprägt", erklärte das ZDF.

"Mit seiner unvergleichlichen Mischung aus bayerischem Charme und hintergründiger Schlitzohrigkeit hat Joseph Hannesschläger der Figur des Korbinian Hofer einen einzigartigen und unverwechselbaren Charakter verliehen", so Himmler.

"Ansteckender Humor"

Christian Ude, ein Freund des Schauspielers und ehemaliger Oberbürgermeister von München, hatte Hannesschläger vor kurzem noch Mut gemacht. "Im November staunten wir über seine Souveränität, seinen Humor und seinen Realismus angesichts der schweren Erkrankung."

Ude und seine Frau hatten den beliebten Schauspieler dreimal in drei Monaten besucht. Auf dem Foto, das Ude teilte, sieht man die drei auf einem Krankenbett sitzen, Hannesschläger hat seinen Arm um Udes Frau gelegt - alle drei lächeln.

Ude schreibt weiter: "Josef, wir danken Dir für die Freundschaft, für deinen ansteckenden Humor und für die Vermittlung der Einsicht, was wirklich wichtig ist im Leben. Viel Kraft für die Pläne, die Du noch verwirklichen willst."

Seit 17 Jahren als Kommissar Hofer im Einsatz

Seit 2002 spielte er Kommissar Korbinian Hofer in der ZDF-Kultserie "Die Rosenheim-Cops". Als Musiker trat der gebürtige Münchner mit der Showband "Discotrain" auf und veröffentlichte im Jahr 2011 die CD "München im Sommer". Auch auf der großen Leinwand war Hannesschläger immer wieder in kleineren Rollen zu sehen. Unter anderem war er der Barmann in Michael "Bully" Herbigs Komödien-Hit "Der Schuh des Manitu".

Erst im Herbst 2019 hatte er seine unheilbare Krankheit öffentlich gemacht und bekanntgegeben, dass er nicht mehr in der Erfolgsserie mitspielen kann. Zuletzt hatte er nach Informationen der "Bild"-Zeitung im Januar 2020 wegen seiner Krankheit auch eine Theaterrolle absagen müssen. Hannesschläger hinterlässt seine Ehefrau Bettina, die er 2018 geheiratet hatte. Er lebte bis zuletzt in seiner Geburtsstadt München.

Nach Angaben auf seiner Homepage hat Hannesschläger im Laufe seiner Karriere in mehr als 45 Theaterstücken und rund 40 Kino- und Fernsehproduktionen mitgespielt. Er trat auch als Kabarettist auf und hatte mit "Discotrain" auch seine eigene Band. Seine wichtigste Rolle aber war die des schwergewichtigen Kommissars Korbinian Hofer in den "Rosenheim-Cops", in der er 17 Jahre lang zu sehen war.