Streaming-Dienste werden immer beliebter

Herkömmliches Fernsehen war gestern. Mittlerweile greifen immer mehr Film- und Serienfanatiker stattdessen auf Streaming-Plattformen wie Netflix, Sky* und Amazon Prime Video* zurück. Diese haben den Vorteil, dass nicht nur der Inhalt, sondern auch der Zeitpunkt des Filmes oder der Serie individuell vom Nutzer bestimmt werden kann. Der einzige Haken: Streaming-Dienste sind in der Regel nicht kostenfrei.

Um die Streaming-Dienste nutzen zu können, muss ein monatlicher Betrag gezahlt werden. Das versuchen viele zumindest teilweise zu umgehen, indem sie sich mit Familienmitgliedern, Freunden oder Bekannten einen Account teilen und dadurch nicht den vollen Betrag zahlen müssen.

Ist das Teilen von Streaming-Diensten legal?

Aber ist dieses sogenannte Account-Sharing überhaupt legal? Das kann von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich sein. Deswegen haben wir verschiedene Video- und Musik-Streaming-Dienste unter die Lupe genommen, um herauszufinden, bei welchen Anbietern ihr euch einen Account teilen dürft und bei welchen nicht.

 

 

 

Video-Streaming-Dienste:

Netflix

Netflix ist wohl einer der bekanntesten Streaming-Dienste im Bereich Filme und Serien, welcher durch den Abschluss von einer der drei Abo-Varianten genutzt werden kann. Zu diesen zählen: Das Basis-Abo (7,99 Euro/Monat), das Standard-Abo (10,99 Euro/Monat) und das Premium-Abo (13,99 Euro/Monat). Während die erst genannte Variante jeweils nur auf einem einzigen Gerät genutzt werden kann, ermöglicht das Standard-Abo das Streaming auf zwei Geräten und das Premium-Abo sogar auf bis zu vier Geräten gleichzeitig. Es können dabei bis zu fünf Profile angelegt werden. Das Teilen eines solchen Accounts ist laut den Nutzungsbedingungen von Netflix jedoch lediglich mit Personen gestattet, die im gleichen Haushalt leben.

Amazon Prime Video

Prime Video*, das Onlinevideothek- und Video-on-Demand-Angebot von Amazon, ist für monatlich 7,99 Euro erhältlich. Nach Abschluss dieses Abonnements kann der Nutzer auf zwei verschiedenen Geräten gleichzeitig streamen. Jedoch ist es dabei nicht erlaubt sich seinen Account mit anderen Nutzern zu teilen. Der Streaming-Dienst steht nur dem Accountinhaber zur Verfügung.

 

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Sky Go und Sky Online

Der Pay-TV-Anbieter Sky bietet neben den Angeboten über das lineare Fernsehen unter anderem auch das mobile Streaming-Angebot Sky Go sowie Sky Ticket. Bei Sky Go gibt es strenge Regelungen was das Teilen des Abos angeht. In den AGB ist die Weitergabe an Dritte ausdrücklich untersagt. Sky Go darf demnach nur vom jeweiligen Abonnenten genutzt werden. Bei Sky Online hingegen sieht der Anbieter das Ganze lockerer. Dieser Streaming-Account darf zumindest mit Personen, die im gleichen Haushalt leben, geteilt werden.

 

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DAZN

Der Sportübertragungsdienst DAZN ermöglicht den Nutzern das Streamen auf zwei Geräten gleichzeitig. In den Nutzungsbedingungen ist es dabei aber ausdrücklich verboten, dass die Login-Daten mit anderen Personen geteilt werden. Somit darf ein DAZN-Account nicht geteilt werden.

 

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Maxdome

Maxdome* bietet eine Filme und Serien Flatrate für 7,99 Euro im Monat. Dabei können fünf Geräte für das Streaming registriert werden. Parallel nutzen lässt sich der Streaming-Dienst aber immer nur auf zwei Geräten. Dennoch darf der Account nicht von mehreren Personen geteilt werden. Die AGB verbieten nämlich ausdrücklich die Weitergabe von Passwörtern an Dritte. Maxdome kommt daher zum Teilen nicht in Frage.

 

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Wer ist besser? Streaming-Dienste im Vergleich: Netflix, Maxdome oder Sky?

Musik-Streaming-Dienste:

Spotify

Spotify kann auch kostenfrei genutzt werden. Gegen Bezahlung können jedoch Vorzüge, wie das Entfallen von Werbeunterbrechungen oder das Offline-Hören von Musik genossen werden. Um von diesen Vorzügen zu profitieren kann unter drei verschiedenen Abos gewählt werden: Dem normalen Premium Abo (9,99 Euro/Monat), dem Studenten Abo (4,99 Euro/Monat) und dem Family Abo (14,99 Euro/Monat). Das Family Angebot kann von insgesamt 6 Personen gleichzeitig genutzt werden. Laut den AGB von Spotify gilt dieses Angebot jedoch ausschließlich für Familien, die in einem Haushalt wohnen. Anderweitiges Teilen des Accounts ist nicht erlaubt. Das will Spotify in Zukunft sogar per GPS überprüfen. Wenn die Adresse der Personen dabei nicht übereinstimmt, werden sie ermahnt und notfalls deren Account gesperrt.

Google Play Music

Google Play Musik kostet 9,99 Euro oder im Rahmen des Familientarif 15 Euro im Monat. Der Familientarif kann bis zu sechs Mitgliedern genutzt werden. Google fordert dabei keine Angabe der Adressen der Nutzer. Somit kann dieser Streaming-Dienst nicht nur von Familienmitgliedern, sondern auch von Freundesgruppen genutzt werden. Diese müssen sich lediglich im gleichen Land aufhalten und dürfen keiner anderen Familiengruppe angehören.

Apple Music

Auch Apple Music bietet ein Gemeinschaftsabo für 15 Euro im Monat an. Hierbei können neben dem Familienorganisator bis zu fünf weitere Personen das Angebot nutzen. Diese müssen nicht am selben Ort wohnen. Daher kann der Account theoretisch auch mit Freunden oder Bekannten geteilt werden. Jedoch gibt es hierbei einen Haken: Das Ganze wird nur über eine Kreditkarte abgerechnet. Daher sollte sich gut überlegt werden, mit wem dieser Account geteilt wird.

Streaming-Accounts sind nicht zum Teilen gedacht

Fassen wir zusammen: Die Mehrzahl der Streaming-Dienste gestatten das Teilen von Streaming-Accounts gar nicht oder nur unter Familienmitgliedern beziehungsweise Personen, die im gleichen Haushalt leben. Die Accounts mit Freunden, Bekannten oder Fremden zu teilen ist daher in den meisten Fällen nicht erlaubt.

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