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Netflix-Hammer: Teilen von Accounts soll unterbunden werden

Netflix möchte das Teilen der Accounts unterbinden. Die Nachricht schockiert Serienjunkies und Filmliebhaber - denn viele nutzen das Profil eines Freundes oder der Eltern mit. Doch genau da liegt das Problem.
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Eines der beliebtesten Netflix-Features ist, dass man Accounts mit Freunden teilen und mit bis zu drei weiteren Geräten parallel die Serien und Filme genießen kann. Jetzt hat der Streaming-Anbieter aber die Nase voll: Die Abonnentenzahlen stagnieren, einfach zu viele Menschen benutzen den Netflix-Account der Eltern, des Partners von Freunden oder Bekannten.

Situation unter Beobachtung - kundenfreundliche Wege zur Eindämmung gesucht

Die Funktion, Accounts zu teilen, machte Netflix zwar zu einem der beliebtesten Streaming-Anbieter und lieferte - zumindest zu Beginn - eine unglaubliche Zahl an neuen Nutzern. Im März 2019 belief sich die Zahl der Abonnenten weltweit auf knapp 150 Millionen.

Doch nun stagnieren die neuen Abonnements in den USA. Eine Studie des CNBC aus 2018 zeigt: Ganze 35 Prozent der jungen Erwachsenen in den USA teilen ihre Accounts. Unter den 38- bis 58-Jährigen teilen etwa 19 Prozent ihre Daten und auch Nutzer der älteren Generation (55 bis 73-Jährige) sind mit 13 Prozent noch gut dabei.

 

Harte Konsequenzen für das Unternehmen

Die harte Konsequenz für das Unternehmen? Pro Jahr gehen durch das Account-Teilen mehrere hundert Millionen Dollar verloren. Dies will sich der Netflix-Manager Greg Peters jedoch nicht weiter gefallen lassen. In einem Gespräch mit Journalisten und Investoren wird Peters auf das Problem angesprochen und macht deutlich: "Wir behalten das im Auge. Wir suchen nach kundenfreundlichen Wegen, um das einzudämmen."

Es steht also fest: Die leitenden Manager des Streaming-Anbieters Netflix haben bereits ein Auge auf das Problem des Passwort-Sharings (zu Deutsch: Passwortteilens) geworfen. Bald könnte es demnach dazu kommen, dass jeder Nutzer sich einen eigenen Account zulegen muss oder die Anzahl der zum Teilen berechtigten Nutzer zumindest sinkt.

Dann stellt sich nur die Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass wirklich jeder Nutzer dabei mitmacht?