• Peinlicher Fehler während der beliebten ARD-Quizshow "Gefragt-Gejagt"
  • Das Erste blendet Hochrechnungen für Bundestagswahl ein
  • Entschuldigung für Laufband mit Wahlergebnissen

Die Quizshow "Gefragt-Gejagt" mit Moderator Alexander Bommes gehört zu den beliebtesten Formaten im "Ersten".  Immer werktags um 18 Uhr treten vier Kandidaten gegen eine "Jägerin" oder einen "Jäger", um Quizfragen zu beantworten. Wie der Sender erst vor wenigen Tagen bekannt gab, erreichte die Ausstrahlung am Dienstag (21. September 2021) mit durchschnittlich 2,91 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern die höchste Publikumsresonanz in der aktuellen Staffel erreicht. Mit Marktanteilen von 18,1 Prozent beim Gesamtpublikum und 15,1 Prozent bei Erwachsenen zwischen 20 und 59 Jahren wurden sogar Allzeit-Bestwerte erzielt.

Bundestagswahl-Hochrechnung bei "Gefragt-Gejagt": Union und SPD vermeintlich nah beieinander

Entsprechend viele Menschen dürften sich während der Sendung am Freitag (24. September) über aktuelle Informationen zur Bundeswahl gewundert haben  - zwei Tage vor der Wahl. 

Während des Finales war kurz eine "Hochrechnung von 17.45 Uhr" zu sehen. Das Laufband zeigte Zahlen, die tatsächlich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bedeuten würden, wie in manchen Umfragen prognostiziert: 22,1 Prozent für die Union, 22,7 Prozent für die SPD. Hinter der AfD standen 10,5 Prozent, hinter der FDP 13,2 Prozent. Für einen Augenblick noch zu erkennen waren 5,0 Prozent für die Linke, bevor die Einblendung nach wenigen Sekunden wieder verschwand.

In den sozialen Medien wurde die vorzeitige Information zur Bundestagswahl mit Verwunderung kommentiert:  "Äh… zu früh. Und….Gott bewahre", postete ein Twitter-Nutzer unter einem Screenshot aus der Sendung, auf dem das Laufband zu sehen ist. Ein anderer rechnete vor, dass so auf sonstige Parteien und Grüne 26 Prozent entfallen müssten, was "man ja schon als ausgeschlossen bezeichnen kann". 

"Da hat einer was getestet"

Ein weiterer Twitter-Nutzer amüsierte sich über die Zahlen der Freien Demokraten ("FDP 13%??? Muharharharhar). Seine Folgerung: "Da hat einer was getestet und fiktive Zahlen eingegeben."

Und damit liegt er genau richtig: Laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) sei das Hochrechnungs-Laufband im Zuge eines Tests zur Vorbereitung des Wahlsonntags vom "Ersten" versehentlich in sein Programm eingeblendet worden. Das Laufband mit fiktiven Hochrechnungszahlen sei für wenige Sekunden zu sehen gewesen, teilte ein Sprecher mit. 

Der Leiter des ARD-Sendezentrums Das Erste, Holger Lichtenthäler, erklärte der dpa: "Es war ein technischer Test des Wahlcrawls, der in der Vorbereitung auf den Wahlsonntag im inaktiven Sendebereich gemacht werden sollte, aufgrund eines Schaltfehlers aber on air ging. Es war ein Versehen, für das wir um Entschuldigung bitten."

Am Wahlabend blenden die großen Fernsehsender regelmäßig Laufbänder mit den jüngsten Prognosen beziehungsweise Hochrechnungen des Wahlergebnisses ein. Die Bundestagswahl ist an diesem Sonntag (26. September 2021).

Die siebte Staffel "Gefragt - Gejagt" läuft seit dem 12. Juli bis einschließlich 1. Oktober 2021, montags bis freitags um 18 Uhr im Ersten. 

Mit Material von dpa