Der dritte Fall für "Tatort"-Kommissar Felix Murot (Ulrich Tukur) führt ihn in die Zirkuswelt. Ein Krimi, der ohne Action auskommt, dafür aber zu verzaubern weiß...

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Felix Murot ist in "Schwindelfrei" erst mal frei von seinem Tumor. Nach erfolgreicher Operation will er mit seiner Assistentin Magda Wächter (Barbara Philipp) im Zirkus feiern. Mitten in der Vorstellung steht eine Frau auf und schreit in Richtung Manege: "Das ist er! Lasst ihn nicht entkommen!" Das Licht geht aus, die Frau ist weg, und der Pianist der Zirkuskapelle verletzt sich im Dunkeln die Hand. Die Frau wird anschließend vermisst und Murot heuert undercover als Pianist im Zirkus an - was nicht allen dort gefällt. Anschließend verschwindet auch noch der verletzte Musiker spurlos und Murot stößt auf ein tödliches Geheimnis aus der Vergangenheit eines Artisten...

Was ist Realität und was ist Murots Einbildung - das ist in "Schwindelfrei" nicht immer zu erahnen. War die Operation vielleicht doch nicht so ein großer Erfolg? "Ich habe versucht, die Zirkuswelt bunt und reich auszustatten, sodass wir uns nicht hundertprozentig sicher sein können, was Wirklichkeit ist und was sich nur in Murots Kopf abspielt", wird Regisseur Justus von Dohnanyi auf "hr-online.de" zitiert. "Es kann also durchaus auch zu kleinen Irritationen kommen." Und Hauptdarsteller Tukur ist sich sicher: "Es ist sicher nicht der spannendste aller Tatorte, aber diese Zirkus-Atmosphäre trägt."

Tatsächlich ist "Schwindelfrei" ein Krimi der anderen Art: keine Action-Szenen, keine Schießereien, keine Gerichtsmedizin. Dafür gibt es viele schöne Bilder, Musik sowie skurrile Momente und Überraschungen in der Geschichte, die den Zuschauer zum Schmunzeln bringen.