Nach über zwölf Jahren zieht Sat.1 einen Schlussstrich unter "Britt - Talk um eins", die letzte Nachmittags-Talkshow im deutschen Fernsehen. Morgen feiert der Sender um 13:00 Uhr mit "Danke, Britt! Die große Abschiedsshow" das Ende einer Talk-Ära. Die Show hält vor allem für Moderatorin Britt Hagedorn (41) einiges an Überraschungen bereit - sie ist Gast in ihrer eigenen Sendung, den Moderatoren-Part übernimmt Kollegin Vera Int-Veen (45). Auch Hagedorns Eltern und eine Reihe ehemaliger Talk-Gäste kommen zu Besuch, Schlagersänger Leonard gibt seinen eigens komponierten Britt-Abschieds-Song zum Besten. Über ihre Erfahrungen aus all den Jahren im Talk-Business hat Britt Hagedorn mit der Nachrichtenagentur spot on news gesprochen.

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Was war für Sie das Highlight in den zwölf Jahren Talk-Geschichte?

Britt Hagedorn: Das Highlight gab es in dieser langen Zeit nicht. Ich hatte immer wieder neue Highlights, die von unterschiedlichen Emotionen geprägt waren.

Was werden Sie am meisten vermissen?

Hagedorn: Das gesamte großartige Team, ohne das die Show nicht möglich gewesen wäre. Wir sind über die vielen Jahre unglaublich fest zusammengewachsen!

An welchen Moment aus all den Talkshow-Jahren denken Sie gar nicht gerne zurück?

Hagedorn: Ich hatte eine Frau zu Gast, von der ich wusste, dass sie schwanger ist. Sie sah auch ziemlich schwanger aus. Als ich sie während der Sendung fragte, in welchem Monat sie sei, eröffnete sie mir, dass es erst die achte Woche ist... Das war mir ziemlich peinlich.

Was haben Sie aus der Zeit von "Britt - Talk um eins" gelernt?

Hagedorn: Vor allem habe ich gelernt, dass man Menschen niemals nach ihrem Äußeren beurteilen sollte. Was einen Menschen ausmacht, sind viel mehr seine Erfahrungen, Lebenseinstellung und Taten. Jeder Mensch hat eine spannende Geschichte zu erzählen.

Mit welchen Gefühlen beenden Sie die Sendung?

Hagedorn: Mit einem weinenden Auge, weil Abschiede von Dingen, die man liebt, immer traurig sind. Und mit einem lachenden Auge, denn Veränderungen bringen auch immer etwas Positives mit sich.

Für die Abschiedsshow standen Sie selbst und nicht die Gäste im Mittelpunkt. Auf welcher Seite stehen Sie lieber?

Hagedorn: Ich bin mit Leib und Seele Moderatorin, deswegen stehe ich immer lieber auf der Seite, auf der ich bisher immer gestanden habe, wobei ein Ausflug in die Rolle des Gastes auch spannend ist.

Sie sind eine der letzten Moderatorinnen gewesen, die noch eine Nachmittags-Talkshow gemacht hat. Ist die Zeit für dieses Format vorüber?

Hagedorn: Ich kam während einer Zeit ins Fernsehen, in der Talkshows unumgänglich waren und höre in einer Zeit auf, in der Talkshows offensichtlich wieder kommen, wie man am Beispiel Inka Bause sieht. Talkshows würde ich als die Mutter aller Emotionen bezeichnen, aussterben werden sie hoffentlich nie.

Wie geht es für Sie nun beruflich weiter?

Sat.1 produziert dieses Jahr das Format "Das große Backen", eine im Ausland sehr erfolgreiche Back-Castingshow, die ich moderieren werde! Seit Anfang des Jahres bin ich außerdem als Expertin bei HSE24 für das Diätmittel "SENSA" zu sehen. Zusammen mit meinem Management arbeite ich weiter an neuen Ideen und freue mich sehr auf das, was die Zukunft bringt!