Gerade wird die 300. Folge der ZDF-Serie "Die Rosenheim-Cops: Mozarts kleiner Bruder" gedreht. In der Jubiläumsfolge gibt Volks-Rock'n'Roller Andreas Gabalier (28, "I sing a Liad für di") sein Schauspieldebüt. Als Musiker Fabrizio Frey gerät Gabalier sogar unter Mordverdacht, als eine Leiche im Stadtarchiv auftaucht. Die Nachrichtenagentur spot on news hat den Österreicher am Set in Oberaudorf besucht und mit ihm über die mühsame Arbeit vor der Kamera und die Heiratsanträge seiner Fans gesprochen.

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Wie haben Sie sich auf Ihren Serien-Auftritt vorbereitet?

Andreas Gabalier: Ehrlich gesagt, gar nicht. Wir sind gerade mitten in der Tournee und es war nicht leicht, diese zwei Tage im Kalender zu finden. Ich habe das Drehbuch erst am Set bekommen. Pro Kameraeinstellung habe ich drei bis fünf Sätze zu sagen und außerdem ist ständig Pause wegen dem Lichtumbau. So konnte ich immer kurz vorher den Text lernen.

Hatten Sie Bammel vor Ihrem Schauspieldebüt?

Gabalier: Überhaupt nicht, ich wollte das einfach mitnehmen. Außerdem kann ich mich schnell auf neue Situationen einstellen und bin für alles offen.

Was ist Ihre Rolle Fabrizio Frey für ein Charakter?

Gabalier: Ich spiele einen Musiker aus Österreich, der im Stadtarchiv alte Noten findet und sie für ein Festival neu arrangieren möchte. Ich stehe natürlich auch unter Mordverdacht, aber ich habe ein Alibi. Ursprünglich sollte mein Charakter aus Hamburg kommen, aber das wäre nicht besonders authentisch gewesen.

Sind Sie selbst Krimi-Fan?

Gabalier: Absolut, als Kind habe ich sehr gerne "Kommissar Rex" geschaut. Ich sehe allerdings sehr wenig fern: nur in den seltenen Momenten, in denen ich Zeit finde mich auf der Couch auszuruhen.

Schauspielern oder singen: Was ist anstrengender?

Gabalier: Für den Künstler ist auf jeden Fall der Dreh anstrengender. Ich bin seit sieben Uhr am Set und es geht noch bis zum Abend. Das ist sehr anstrengend. Du sagst zwei Sätze, dann sind wieder fünf Minuten Pause, dann wieder zwei Sätze und so weiter.

Sie nennen sich Volks-Rock'n'Roller. War es schwer für Sie, diese Nische in der Schlagerwelt zu finden?

Gabalier: Am Anfang haben alle gesagt, dass ich damit keinen Erfolg haben werde, weil es weder Schlager, noch Volksmusik, noch Austropop ist. Ich bin meinen Weg gegangen und jetzt bin ich nur noch der Volks-Rock'n'Roller und das ist zur Marke geworden.

Wie viele Heiratsanträge haben Sie bereits von Fans bekommen?

Gabalier: Eine Wäschekiste voll.

Sie stammen aus Graz und leben bis heute dort. Was mögen Sie an Ihrer Heimatstadt?

Gabalier: Die Lebensqualität ist sehr hoch. Es ist eine sehr junge Stadt mit einer wunderhübschen, historischen Altstadt. Dort sind meine alten Freunde und mein altes Leben. Deshalb werde ich dort auch nicht wegziehen.

Würden Sie die Lederhose auch mal gerne im Schrank lassen?

Gabalier: Wenn ich zu Hause bin, hängt sie sowieso im Schrank und lüftet aus. Grundsätzlich ist mein Auftreten keine Show. Ich habe alle Lieder selbst geschrieben, sie erzählen Geschichten aus meinem Leben. Heimatverbundenheit und Tradition sind mir wirklich wichtig und das ist authentisch, das bin ich.

Zuletzt hieß es, Sie hätten gesagt, Sie wollen keinen Sex vor der Ehe, dann hieß es, Sie seien doch keine Jungfrau. Wie wollen Sie es denn nun mit Ihrem Image halten?

Gabalier: Mir geht es nicht um ein bestimmtes Image. Die Sache mit dem Sex vor der Ehe stammt aus einem Gespräch mit einer Journalistin, die einen Scherz von mir ernst genommen hat. Klar halte ich nicht nur dauernd Händchen. Ich nehme mir das, was geschrieben wird, aber sowieso nicht so sehr zu Herzen.

Lesen Sie keine Schlagzeilen über sich?

Gabalier: Nein auf keinen Fall, ich gehe meinen Weg und lasse mich nicht so leicht aus der Bahn werfen. Man muss in meiner Branche über vieles hinweg schauen.

Würden Sie eine Frau an Ihrer Seite der Öffentlichkeit vorstellen?

Gabalier: Ich habe nicht vor, das in die Presse zu tragen, das ist privat. Von mir wird es keine mediale Love Story geben. Und dann steht man einmal neben seiner Cousine auf einem Foto und schon wird getitelt: Betrügt er sie jetzt? Ist die große Liebe schon vorbei?