Bamberg
Himmelsspektakel

Blutmond über Franken: Beeindruckende Bilder von der Mondfinsternis

Am frühen Montagmorgen war es soweit, das erwartete Phänomen der Mondfinsternis vollzog sich am Himmel. Da Besondere: Der Mond zeigte sich in schimmerndem Rot. Nur mancherorts machten die Wolken einen Strich durch die Rechnung.
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Der "Super-Blutmond" leuchtet am Montagmorgen auch über Franken. Hier ist das Phänomen am Himmel über Fürth zu sehen, Foto: News5
Der "Super-Blutmond" leuchtet am Montagmorgen auch über Franken. Hier ist das Phänomen am Himmel über Fürth zu sehen, Foto: News5

Es war das Himmelsspektakel im Januar: Am Montag morgen vollzog sich am Himmel eine Mondfinsternis, die den Erdtrabanten in besonderem Licht erscheinen ließ. Denn der Vollmond war in eine leuchtendes Rot getaucht. In manchen Teilen Deutschlands aber machte das Wetter die Sicht auf das Himmelsphänomen schwierig. Trotzdem konnten zahlreiche beeindruckende Bilder geschossen werden.

Was hat es mit dem Blutmond auf sich?

Der Mond wird wegen einer Mondfinsternis wieder als Blutmond rot am Himmel leuchten. Dazu kommt, dass der Mond der Erde besonders nahe sein wird. Neben dem Himmelsphänomen "Blutmond" können wir also auch einen "Supermond" sehen. In der seltenen Kombination sprechen wir demnach von einem "Super-Blutmond".

Die Faszination Mond zieht die Menschen schon immer in ihren Bann, vor allem wenn er so spektakulär am Himmel steht wie bei der kommenden Mondfinsternis.Im Juli 2018 hat der letzte Blutmond scharenweise Menschen auf die Straßen gelockt. In Franken sorgte das Himmelsspektakel teilweise für Verkehrsstörungen.

Wann ist der Blutmond das nächste Mal zu sehen?

Wer den Blutmond am Montag verpasst hat, muss jetzt eine Weile warten, bis sich das Schauspiel das nächste Mal wiederholt. Denn erst an Silvester 2028 wird es erneut zum "Super-Blutmond" kommen. Dann verdunkelt sich der Vollmond wieder und die Erdatmosphäre verschluckt alles Licht, bis auf langwellige rote Strahlen. Diese Strahlen fallen dann auf den Mond und der färbt sich rot.

Was genau ist ein Blutmond?

Als Blutmond wird demnach der Zustand des Mondes bezeichnet, sobald er sich im komplett im Schatten der Erde befindet. Da das Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gebrochen wird, erreicht uns vor allem rotes Licht des Himmelskörpers, der dadurch "blutig" wirkt.

Bedingung für eine Mondfinsternis ist jedoch, dass Mond, Erde und Sonne in einer ganz bestimmten Konstellation zueinander stehen. Der Mond muss sich im Schatten der Erde, auch "Kernschatten" genannt, befinden. Die Erde steht dann zwischen Sonne und Mond. Abhängig davon, wie groß der Schatten ist, den die Erde auf den Mond wirft, ist über Deutschland und der fränkischen Region eine partielle oder eine totale Mondfinsternis zu bestaunen.

Um wie viel Uhr war der Super-Blutmond zu sehen?

Den Höhepunkt des Super-Blutmondes konnte gegen 6.12 Uhr bestaunt werden - da verdeckte der Schatten der Erde den Mond maximal. Rund eine halbe Stunde später - gegen 6.43 Uhr wanderte der Mond dann wieder vom Kernschatten in den Halbschatten der Erde.

Die maximale Dauer einer totalen Mondfinsternis beträgt übrigens 106 Minuten. Am 27. Juli 2018 dauerte die "totale Mondfinsternis" 103 Minuten. Der Blutmond am 21. Januar wird weniger lange dauern. Der nächste Blutmond wird erst wieder am 16. Juli zu sehen sein - der nächste Super-Blutmond erst im Jahr 2037.

Was ist ein Super-Blutmond?

Von einem Super-Blutmond wird deshalb gesprochen, weil neben dem Blutmond noch ein weiteres Phänomen zu sehen sein wird. Ein Supermond. Denn am 21. Januar befindet sich der Mond an der Stelle seiner Umlaufbahn, an der er am kürzesten von der Erde entfernt ist. In der Folge ist er näher und größer zu sehen, als bei einem gewöhnlichen Blutmond.

Um es gar auf die Spitze zu treiben, existiert zudem das Phänomen einer "Super-Blau-Blutmond-Finsternis". Am 31. Januar 2018 gab es zusätzlich zu einem Blut- und Supermond zusätzlich noch einen "Blue Moon". So wird das Phänomen genannt, wenn zum zweiten Mal in einem Monat Vollmond ist. dn/dpa

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