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Burghausen
Ermittlungen

Tödliche Schüsse in Burghausen - Statt Beine Hinterkopf getroffen

Der Polizist zielt auf die Beine, trifft aber den Hinterkopf des Mannes. Ob der Getötete bewaffnet war, ist unklar. Der Staatsanwalt ermittelt.
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Symbolbild: Christopher Schulz
Symbolbild: Christopher Schulz
Bei dem tödlichen Schuss auf einen mutmaßlichen Drogendealer in Bayern hat der Beamte nach seinen Angaben auf die Beine des Flüchtigen gezielt, den 33-Jährigen aber am Hinterkopf getroffen. Das teilte das Landeskriminalamt (LKA) am Montag in München mit. Der per Haftbefehl gesuchte Mann wurde dabei am Freitag in Burghausen so schwer verletzt, dass er noch am Einsatzort starb. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Zivilfahnder. Dieser erklärte, er habe bei der Festnahme am frühen Freitagabend im Hinterhof eines mehrstöckigen Wohnhauses zuerst einen Warnschuss abgegeben.

Ob der 33-Jährige bewaffnet war, geht aus der Mitteilung der Ermittlungsbehörden nicht hervor.
Die Obduktion der Leiche des Erschossenen sei zwar beendet, hieß es beim LKA, das Gutachten liege jedoch noch nicht vor. Die Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Beamten.

Das Sachgebiet Interne Ermittlungen Südbayern des LKA arbeitet den Fall polizeiintern auf. Es will nun alle eingesetzten Beamten und mögliche Zeugen vernehmen, die bei der Aktion dabei waren. Zudem werde ein Schussgutachten erstellt, hieß es. Aus welcher Entfernung der Fahnder auf den Mann feuerte, stehe noch nicht fest. Der nach den LKA-Angaben vorbestrafte 33-Jährige war wegen Drogendelikten seit Monaten mit Haftbefehl gesucht worden.
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