Neumarkt in der Oberpfalz

Tod eines Ersthelfers auf der A3: Unfallfahrer unter Drogeneinfluss

Ein 35 Jahre alter Forchheimer wird im September 2015 überfahren und getötet. Der Verursacher stand wohl unter Drogen und besaß keine Fahrerlaubnis.
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Am 7. September 2015 ereignete sich der tragische Unfall auf der A3 Höhe Neumarkt Ost.  Foto: NEWS5/Grundmann
Am 7. September 2015 ereignete sich der tragische Unfall auf der A3 Höhe Neumarkt Ost. Foto: NEWS5/Grundmann
Es ist ein überaus tragischer Unfall, der sich im September 2015 auf der A3 bei Neumarkt in der Oberpfalz ereignet: Ein 35-jähriger Lkw-Fahrer aus Forchheim, der einem verunglückten Autofahrer helfen will, wird von einem anderen Pkw erfasst und getötet. Besonders furchtbar: Der fünfjährige Sohn des getöteten Ersthelfers ist am Unfallort anwesend und muss vom Führerhaus des Lkw alles mit ansehen.

Nach intensiven Ermittlungen steht fest: Der Unfallverursacher stand wohl unter Drogen und war zudem ohne gültige Fahrerlaubnis unterwegs. "Nach dem Ergebnis der Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der Fahrer vor Fahrtantritt Betäubungsmittel konsumiert hat und deshalb fahruntüchtig war. Außerdem soll er nicht die erforderliche Fahrerlaubnis gehabt haben", bestätigte Antje Gabriels-Gorsolke von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth auf Anfrage.


Gerichtstermin im Mai

Gegen den 29-Jährigen wurde deshalb Anklage "wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit vorsätzlichem Fahren ohne Fahrerlaubnis" erhoben. Der Termin zur Hauptverhandlung vor dem Schöffengericht Neumarkt in der Oberpfalz wurde auf den 9. Mai 2016 terminiert.

In den Abendstunden des 7. September 2015 war ein 20-Jähriger, der Richtung Nürnberg unterwegs war, zunächst kurz vor der Anschlussstelle Pilsach auf regennasser Straße von der Fahrbahn abgekommen. Er prallte in die Mittelleitplanke und blieb auf der linken Spur stehen. Der 35 Jahre alter Lkw-Fahrer wollte helfen und hielt etwa 30 Meter hinter dem Pkw auf der linken Fahrspur an. Der nachkommende 29-Jährige erfasste den 35-jährigen Forchheimer frontal mit seinem Fahrzeug. Der Ersthelfer wurde durch die Wucht des Aufpralls laut Polizeiangaben etwa 80 Meter durch die Luft geschleudert. Er erlag noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Ein Kriseninterventionsteam musste den fünfjährigen Sohn des Unfallopfers vor Ort betreuen.