Bamberg
Leser-Experten-Runde

Telefonaktion unserer Zeitung am 13. November: Jetzt sind die Frauen an der Reihe

Am Dienstag, 13. November, beantworten zwei Ärzte alle Fragen unserer Leserinnen zu gynäkologischen Themen. Im Mittelpunkt stehen Hormone sowie Inkontinenz.
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Frauen jeden Alters sind mit gynäkologischen Themen konfrontiert. Bei unserer Telefonaktion bekommen Interessentinnen Rat von zwei Medizinern.  Foto: Fotolia/Archiv
Frauen jeden Alters sind mit gynäkologischen Themen konfrontiert. Bei unserer Telefonaktion bekommen Interessentinnen Rat von zwei Medizinern. Foto: Fotolia/Archiv
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Inkontinenz und Hormone: Beides Themen, die für viele Frauen relevant sind. Über Ursachen und Therapie für die zahlreichen Formen von Blasenschwäche sowie über den Einsatz von Hormonen für junge, aber auch Patientinnen in den Wechseljahren veranstaltet diese Zeitung eine Leser-Experten-Runde. Zwei Mediziner werden am Dienstag, 13. November, von 16 bis 18 Uhr alle Fragen unserer Leserinnen beantworten.

So erreichen Sie unsere Experten

Als Experten haben wir die Gynäkologen Dr. Stefan Weingärtler und Dr. Christian Vulpescu eingeladen.

Dr. Christian Vulpescu ist Gynäkologe und hat eine Praxis in Ebermannstadt. Er hat sich auf hormonelle Probleme sowohl von jungen als auch Frauen in den Wechseljahren spezialisiert. Vulpescu ist bei unserer Telefonaktion unter der Durchwahl 0951/188-221 zu erreichen.

Dr. Stefan Weingärtler ist Chefarzt der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Forchheim. Er ist Spezialist für die Behandlung von Beckenbodenproblemen. Bei unserer Telefonaktion steht Weingärtler unter der Durchwahl 0951/188-226 Rede und Antwort.

Geburt ohne Kaiserschnitt

"Unter Berücksichtigung bestimmter Faktoren vor, unter und nach der Geburt lassen sich spätere Probleme mit Senkung und Inkontinenz positiv beeinflussen, ohne gleich einen Kaiserschnitt durchzuführen", erklärt Weingärtler. In seiner Klinik läuft zurzeit der Antrag auf eine Zertifizierung als Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum.

Christian Vulpescu hat sich als Frauenarzt in seiner Praxis in Ebermannstadt (Landkreis Forchheim) auf hormonelle Probleme aller Altersgruppen spezialisiert. Er erklärt: "Bei der Familienplanung spielt die Psyche der Frau im Hinblick auf die Verträglichkeit einer Verhütungsmethode eine wichtige Rolle." Mit Hormonpräparaten könnten zusätzlich zur Verhütung bestimmte Störungen wie unreine Haut, dünne Haare oder Regelschmerzen behandelt werden.

Wann Hormone helfen

Am anderen Ende der Altersskala stehen Frauen in den Wechseljahren. Die meisten Symptome wie Hitzewallungen könnten mit regelmäßiger körperlicher Aktivität gelindert werden. Wenn die Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität deutlich beeinträchtigt sind, spricht Vulpescu mit den Betroffenen über eine Hormonersatztherapie.

Darüber sowie über das große Thema Inkontinenz können sich unsere Leserinnen bei unserer Telefonaktion mit den beiden Medizinern beraten. Gerade die Blasenschwäche ist ein Tabu, über das die Betroffenen nicht gerne reden. Deshalb gibt es auch keine genauen Zahlen. Nimmt man den Absatz von Inkontinenzhilfsmitteln als Grundlage, leiden in Deutschland etwa zehn Millionen Menschen an dieser Erkrankung.

So kommt es zur Blasenschwäche

Unfreiwilliger Harnverlust kann zahlreiche Auslöser haben. Grundsätzlich ist bei Inkontinenz das Zusammenspiel der Organe gestört. Es gibt mehrere Formen der Erkrankung.

Eine Schwäche des Beckenbodens kann zu einer "Belastungsinkontinenz" führen. Außer Entbindungen können Verletzungen oder Operationen das Bindegewebe im Becken schwächen. Von einer "Dranginkontinenz" wird gesprochen, wenn der Blasenmuskel überaktiv ist. Er signalisiert schon bei geringer Füllung "Blase voll" und löst einen heftigen Harndrang aus. Dieser kann unfreiwilligen Harnabgang mit sich bringen.

Urin wie aus dem Wasserhahn

Entleerungsstörungen der Blase können außerdem in eine "Überlaufinkontinenz" (Urinabgang wie bei einem tropfenden Wasserhahn) münden. Sind die Nervenverbindungen zwischen Gehirn bzw. Rückenmark und Harnblase gestört, kann es zur "Reflexinkontinenz" kommen. Auslöser einer Blasenschwäche können übrigens auch Medikamente sein.

Ob Inkontinenz oder Hormontherapien: Alle Fragen zu diesen und weiteren gynäkologischen Themen werden bei unserer Telefonaktion kostenlos und auf Wunsch anonym beantwortet. Eine Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte veröffentlichen wir am 15. November auf unserer Journalseite.