Bamberg
Telefonaktion

Telefonaktion unserer Redaktion am 11. Februar: Es geht um Schul- und Alternativmedizin

Am Montag, 11. Februar, beantworten zwei Ärzte an unserem Redaktionstelefon von 16.30 bis 18 Uhr alle Fragen zur Kombination von medizinischen Therapien.
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Zwei fränkische Ärzte beantworten ihre Fragen. Am 11. Februar 2018 sind sie über unser Redaktionstelefon erreichbar. Symbolbild: andreas160578/pixabay.com
Zwei fränkische Ärzte beantworten ihre Fragen. Am 11. Februar 2018 sind sie über unser Redaktionstelefon erreichbar. Symbolbild: andreas160578/pixabay.com
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Mit der Schulmedizin und der Naturheilkunde ist es so eine Sache: Manche Menschen schwören auf eine von beiden und lassen die andere Disziplin nicht gelten. Manche picken sich hier wie dort Therapieansätze heraus. Wo die Kombination aus konventioneller Medizin und wissenschaftlich fundierter Naturheilkunde eingesetzt werden kann, erklären zwei Experten bei einer Telefonaktion dieser Zeitung.

So erreichen Sie unsere Experten

Sie beantworten am Montag, 11. Februar, von 16.30 bis 18 Uhr alle Fragen unserer Leser:

Prof. Dr. Jost Langhorst ist Chefarzt der neuen Klinik für Integrative Medizin und Naturheilkunde am Klinikum Bamberg. Er ist bei unserer Telefonaktion unter der Durchwahl 0951/188-221 zu erreichen.

Dr. Stephanie Geidies ist Fachärztin für psychosomatische Medizin und Psychotherapie und hat die Zusatzbezeichnung Naturheilkunde. Sie ist am 11. Februar an unserem Redaktionstelefon unter 0951/188-226 zu erreichen.

Die beiden Mediziner sind von der "Verbindung aus moderner, konventioneller Medizin mit gesundheitsfördernder Lebensstilmodifikation und wissenschaftlich fundierter Naturheilkunde" überzeugt. Diese Kombination könne den Gesundheitszustand von Patienten langfristig und nachhaltig verbessern.

In der Klinik erarbeite ein interdisziplinäres Team aus Fachärzten, Ernährungs- und Sportwissenschaftlern, Psychologen, Pädagogen, Pflegekräften und Physiotherapeuten übergreifende Therapiekonzepte für die Patienten. Stationär werden Langhorst und Geidies zufolge vor allem die Bereiche Schmerz, Migräne, Darm- sowie Atemwegserkrankungen, Rheuma, Bluthochdruck und Diabetes behandelt. Bei entsprechender Indikation übernehmen die Krankenkassen die Kosten für den Klinikaufenthalt. Die ambulanten Angebote müssen von den Patienten selbst bezahlt werden.

Spezielle Methoden

"Ziel einer ganzheitlichen Therapie ist die langfristige und nachhaltige Linderung der Beschwerden", erklären die Experten. Unter anderem werden Wasser-, Ernährungs- sowie Physiotherapie eingesetzt. Eine spezielle Methode ist die so genannte "Ordnungstherapie" (Mind-Body-Medizin). "Hier erlernt der Patient einen gesundheitsfördernden Lebensstil, der von Bewegung über Ernährung bis hin zur Achtsamkeit reicht", erklären Langhorst und Geidies.

Prominente Wegbereiter

Bereits unsere Vorfahren wussten, wie sie natürliche Mittel gegen Verletzungen und Krankheiten einsetzen können. Seit dem Mittelalter wurden bestimmte Methoden der Naturheilkunde schriftlich festgehalten und dadurch verbreitet. Bekannte Wegbereiter waren die Äbtissin Hildegard von Bingen, der Arzt Paracelsus oder Pfarrer Sebastian Kneipp; als Begründer der "Homöopathie" gilt der Arzt Sebastian Hahnemann.

300 alternative Verfahren

Die "alternativen" Behandlungen werden heute unter dem Begriff "Komplementärmedizin" zusammengefasst. Er umfasst alle Methoden, die ergänzend zur konventionellen Medizin eingesetzt werden. Das schließt fast 300 unterschiedliche Verfahren ein, darunter auch ganze Medizinsysteme wie die Traditionelle Chinesische Medizin, die Anthroposophie, das Ayurveda oder die Homöopathie. Häufig werden auch die Verfahren der Naturheilkunde darunter zusammengefasst. Es handelt sich also im Grunde um einen "Sammelbegriff" für die komplementären und naturheilkundlichen Verfahren.

Viele Anlaufstellen

Bei einigen ist die Wirksamkeit allgemein anerkannt, weshalb die Kosten von den Krankenkassen übernommen werden. Andere sind umstritten und müssen selbst bezahlt werden. Patienten finden unterschiedlichste Anlaufstellen für alternative und ergänzende Behandlungsmethoden. Viele Schulmediziner haben Zusatzausbildungen in Naturheilkunde, eigens ausgebildete Homöopathen, Naturheilkundler und Heilpraktiker mit unterschiedlichsten Spezialisierungen in eigenen Praxen gibt es zuhauf.

Welche Wassertherapie gegen welche Beschwerden helfen könnte, wo Pflanzen, Blutegel, Heilfasten und Bewegung eine sinnvolle Ergänzung zur Schulmedizin sind: Antworten auf diese und alle weiteren Fragen aus dem Bereich integrative und Naturmedizin bekommen unsere Leser bei unserer Telefonaktion von unseren beiden Experten.

Die Anrufe sind kostenlos und werden auf Wunsch anonym behandelt.

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