Der 55-jährige Tebartz-van Elst wurde bereits im Dezember zum Delegaten des Rates berufen und wird für die Katechese, also die Glaubensunterweisung zuständig sein.

Die Aufgabe des ehemaligen Limburger Bischofs sei es, die Kontakte zu den verschiedenen Bischofskonferenzen im Hinblick auf die Katechese zu halten. Eine von Papst Franziskus genehmigte und von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterschriebene Berufungsurkunde liegt vor und datiert bereits auf den 5. Dezember.

Wie es aus dem Rat für die Förderung der Neuevangelisierung heißt, war Tebartz-van Elst Ende Januar bereits bei einer Konferenz mit den Europäischen Bischofskonferenzen zum Thema Katechese im Vatikan anwesend und habe am Vorstandstisch der Sitzungsleiter gesessen und einen Teil der Diskussion geleitet.
Anfang Januar hatte sich der Bischof bereits bei seinem neuen Chef sowie im Staatssekretariat vorgestellt.

Tebartz-van Elst spricht zwar außer Deutsch auch Englisch und Französisch. Die Amtssprache im Vatikan, Italienisch, beherrsche der Bischof aber noch nicht ausreichend. Er müsse noch einen Sprachkurs machen.

Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Papst Franziskus habe sich der Nominierung entgegen gestellt. Zutreffend ist aber offenbar, dass der Papst befahl, die Nominierung aus Sorge vor negativen Reaktionen nicht sofort öffentlich zu machen. Julius Müller-Meiningen