Rund 20 Jahre führte Mullah Mohammed Omar die Taliban an, jetzt wird in afghanischen Regierungskreisen sein Tod gemeldet. Der Afghane galt als einer der meistgesuchten Terroristen. Zusammen mit Osama bin Laden kämpfte Omar in den 1980er Jahren gegen die sowjetischen Besatzer in Afghanistan.

Als am Hindukusch Machtkämpfe ausbrachen, führte er die Koran-Schüler (Taliban) zum Sieg und übernahm 1996 die Herrschaft in Afghanistan, wo er ein islamistisches Regime errichtete. 1999 überlebte er ein Attentat.

2001 starb Medienberichten zufolge bei US-Angriffen nach den Anschlägen vom 11. September sein zehn Jahre alter Sohn. Omar tauchte unter und drohte den USA mit Rache. In den folgenden Jahren rief er mehrfach zum Heiligen Krieg gegen ausländische Truppen in Afghanistan auf und schlug alle Gesprächsangebote der Führung in Kabul aus.

Am 15.
Juli tauchte eine Internetbotschaft auf, in der der Talibanführer angeblich Unterstützung für Verhandlungen über ein Ende des Krieges signalisiert. Nach Angaben eines afghanischen Regierungsvertreters war Omar da aber bereits seit zwei Jahren tot. Nach Angaben eines afghanischen Regierungsvertreters starb er vor zwei Jahren an einer Krankheit in Pakistan