Wegen dieser neuen Zeitachse sollte der Bericht der UN-Inspekteure zum mutmaßlichen Giftgasangriff eingesehen und diskutiert werden, bevor es zu einem möglichen Militärschlag komme, verlautete am Montag aus Kreisen der Bundesregierung in Berlin.

"Wir hoffen, dass der ganze Prozess im Sicherheitsrat besprochen wird", hieß es. Es sei offen, ob etwa Russland nach Sichtung der aktuellen Informationen zu einer neuen Position in der Syrienfrage komme.

Beim Treffen der Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) am Donnerstag und Freitag in St. Petersburg steht der Syrienkrieg nicht offiziell auf der Tagesordnung. Es gebe keine Pläne, das Thema Syrien in der G20 oder im kleinen Kreis zu besprechen, hieß es. Am Rande werde aber auf jeden Fall darüber gesprochen werden. Bilaterale Gespräche von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Obama oder Russlands Präsidenten Wladimir Putin während des G20-Gipfels seien nicht geplant. dpa