Himmelphänomen im Januar: Am Montag, den 21.01.2019, lohnt es sich wieder sehr früh aufzustehen. Während einer Mondfinsternis können wir einen Super-Blutmond am Himmel bestaunen. Denn auch das Wetter klingt vielversprechend. Ein nahezu wolkenfreier Himmel beschert uns optimale Sichtbedingungen auf den rot leuchtenden Vollmond.

Doch was hat es damit auf sich? Der Mond wird wegen einer Mondfinsternis wieder als Blutmond rot am Himmel leuchten. Dazu kommt, dass der Mond der Erde besonders nahe sein wird. Neben dem Himmelsphänomen "Blutmond" können wir also auch einen "Supermond" sehen. In der seltenen Kombination sprechen wir demnach von einem "Super-Blutmond".

Die Faszination Mond zieht die Menschen schon immer in ihren Bann, vor allem wenn er so spektakulär am Himmel steht wie bei der kommenden Mondfinsternis.Im Juli 2018 hat der letzte Blutmond scharenweise Menschen auf die Straßen gelockt. In Franken sorgte das Himmelsspektakel teilweise für Verkehrsstörungen.

Wann ist der Blutmond im Januar 2019 zu sehen?

Am 21. Januar 2019 können wir in den frühen Morgenstunden über Deutschland die nächste lange Mondfinsternis bestaunen. Dann verdunkelt sich der Vollmond und die Erdatmosphäre verschluckt alles Licht, bis auf langwellige rote Strahlen. Diese Strahlen fallen dann auf den Mond und der färbt sich rot.

Was genau ist ein Blutmond?

Als Blutmond wird demnach der Zustand des Mondes bezeichnet, sobald er sich im komplett im Schatten der Erde befindet. Da das Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gebrochen wird, erreicht uns vor allem rotes Licht des Himmelskörpers, der dadurch "blutig" wirkt.

Bedingung für eine Mondfinsternis ist jedoch, dass Mond, Erde und Sonne in einer ganz bestimmten Konstellation zueinander stehen. Der Mond muss sich im Schatten der Erde, auch "Kernschatten" genannt, befinden. Die Erde steht dann zwischen Sonne und Mond. Abhängig davon, wie groß der Schatten ist, den die Erde auf den Mond wirft, ist über Deutschland und der fränkischen Region eine partielle oder eine totale Mondfinsternis zu bestaunen.

Super-Blutmond Ende Januar in den frühen Morgenstunden

Wer das Spektakel nicht verpassen will, muss sich allerdings einen Wecker stellen. Los geht es mit der Finsternis in den frühen Morgenstunden gegen 4.10 Uhr. Die totale Phase erreicht das Himmelsphänomen dann gegen 5.41 Uhr. Von da an befindet sich der Mond rund eine Stunde lang komplett im Kernschatten der Erde.

Um wie viel Uhr ist der Super-Blutmond zu sehen?

Den Höhepunkt des Super-Blutmondes können wir dann gegen 6.12 Uhr bestaunen - da verdeckt der Schatten der Erde den Mond maximal. Rund eine halbe Stunde später - gegen 6.43 Uhr wandert der Mond wieder vom Kernschatten in den Halbschatten der Erde.

Die maximale Dauer einer totalen Mondfinsternis beträgt übrigens 106 Minuten. Am 27. Juli 2018 dauerte die "totale Mondfinsternis" 103 Minuten. Der Blutmond am 21. Januar wird weniger lange dauern. Der nächste Blutmond wird erst wieder am 16. Juli zu sehen sein - der nächste Super-Blutmond erst im Jahr 2037.

Was ist ein Super-Blutmond?

Von einem Super-Blutmond wird deshalb gesprochen, weil neben dem Blutmond noch ein weiteres Phänomen zu sehen sein wird. Ein Supermond. Denn am 21. Januar befindet sich der Mond an der Stelle seiner Umlaufbahn, an der er am kürzesten von der Erde entfernt ist. In der Folge ist er näher und größer zu sehen, als bei einem gewöhnlichen Blutmond.

Um es gar auf die Spitze zu treiben, existiert zudem das Phänomen einer "Super-Blau-Blutmond-Finsternis". Am 31. Januar 2018 gab es zusätzlich zu einem Blut- und Supermond zusätzlich noch einen "Blue Moon". So wird das Phänomen genannt, wenn zum zweiten Mal in einem Monat Vollmond ist. dn/dpa

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