Franken
Unwetter

Sturmtief "Eberhard" trifft die Deutsche Bahn: Verspätungen und Zugausfälle im Berufsverkehr

Störungen im Bahnbetrieb: Franken kam, verglichen mit Nordrhein-Westfalen, beim Sturmtief "Eberhard" glimpflich davon. Die Bahn kämpft am Montag noch mit Verspätungen und Zugausfällen - doch die Lage normalisiert sich langsam.
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Bahnreisende in Franken und ganz Deutschland stehen nach dem Sturmtief "Eberhard" vor Verspätungen. Foto: Symbolbild: Swen Pförtner/dpa
Bahnreisende in Franken und ganz Deutschland stehen nach dem Sturmtief "Eberhard" vor Verspätungen. Foto: Symbolbild: Swen Pförtner/dpa

Sturmtief "Eberhard" ist zwar vorübergezogen, aber noch nicht vorbei. Das bekommen insbesondere Pendler zum Wochenbeginn zu spüren. Denn auch Bahnlinien in Franken blieben vom Sturm nicht verschont.

Mehrere Bahnstrecken in Franken von Sturmtief "Eberhard" betroffen

Die Bahnstrecke zwischen Ansbach und Leutershausen-Wiedersbach war am Sonntag wegen des Unwetters gesperrt. Am Sonntagabend hob die Deutsche Bahn die Sperrung auf, und nahm den Zugverkehr wieder auf. Auch auf der Strecke zwischen Oberdachstetten und Ansbach kam es zu einer Störung. Diese behob die Deutsche Bahn ebenfalls. Der Zugverkehr sei bereits wieder aufgenommen und es komme somit zu keinen nennenswerten Einschränkungen mehr.

Anders sieht es bei der Strecke zwischen Lauf (l.P.) und Hersbruck (l.d.P.) aus. Diese ist weiterhin gesperrt. Ein Schienenersatzverkehr mit Taxis zwischen Lauf (l.P.) und Hartmannshof ist jedoch eingerichtet. Die Streckensperrung soll laut DB Regio Bayern voraussichtlich bis circa 12:00 Uhr andauern.

Lage in Deutschland normalisiert sich langsam

Nach Angaben der Deutschen Presseagentur (dpa), die sich auf eine Sprecherin der Deutschen Bahn bezieht, werde sich die Lage erst allmählich normalisieren. Durch den Sturm und einen Stromausfall kam der Zugverkehr in Nordrhein-Westfalen komplett zum erliegen. Fahrgäste übernachteten teilweise in bereitgestellten Aufenthaltszügen. Mittlerweile habe der Regional- und S-Bahn-Verkehr in NRW seinen Betrieb wieder aufgenommen. Im Laufe des Tages solle aber der Fernverkehr wieder in- und aus dem Ruhrgebiet rollen.

Gefordert waren vor allem die Feuerwehren. Landesweit deckte Sturmtief "Eberhard" Häuser ab und brachte Bäume zum umstürzen. Im Hochsauerlandkreis starb ein Autofahrer, als ein Baum während der Fahrt auf sein Auto fiel. In Chemnitz verletzte sich ein Mann schwer, als Böen seinen Kleintransporter umwehten. Querliegende Bäume auf der Straße schnitten ein Thüringer Dorf von der Außenwelt ab. Bei dem Versuch die Straße zu räumen, brachen weitere Bäume ab. Die Folge: Die Retter vertagten ihre Arbeit. In Bayern und Baden-Württemberg kam es laut der dpa zu mehreren hundert Einsätzen, während die nördlichen Bundesländer von "Eberhard" weitestgehend verschont blieben.

Unwetter weitgehend vorbei

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt lediglich noch vor orkanartigen Böen in Hochlagen. "Es ist noch ein bisschen windig, aber weitgehend vorbei", zitierte die dpa einen Sprecher. Die Unwetterwarnungen hob der DWD noch in der Nacht zum Montag auf.

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