Fußgänger sind laut einer Studie des Versicherungskonzerns Allianz im Straßenverkehr besonders gefährdet. Bei der Vorstellung mahnte der Versicherer am Donnerstag, 11.04.2019, mehr Einsatz zum Schutz der unmotorisierten Verkehrsteilnehmer an - etwa auch mit Hilfe technischer Lösungen.

30.000 Fußgänger verunglücken jährlich

"Der Anteil der getöteten Fußgänger im Vergleich zu allen Unfalltoten steigt langjährig leicht an, und immer noch verunglücken jährlich 30.000 Fußgänger im Straßenverkehr", erklärte Jochen Haug, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherungs-AG, in Ismaning. Die Daten zeigten unter anderem, dass Fußgänger pro zurückgelegtem Kilometer am häufigsten verunglückten - noch häufiger als Fahrradfahrer.

In Deutschland lag der Anteil der Fußgänger an den im Straßenverkehr getöteten Menschen im vergangenen Jahr demnach bei 14 Prozent - 457 Todesopfer waren zu beklagen. Mit Blick auf die in den Unfallstatistiken abgebildete langfristige Entwicklung gehen die Studienmacher von einem Anstieg der Gefährdung von Fußgängern aus, wenngleich die Zahl der tödlich verunglückten Fußgänger im Straßenverkehr nach Angaben des Statistischen Bundesamts zuletzt zurückging. 2018 gab es zwischen Januar und November demnach einen Rückgang von 6,1 Prozent.

Senioren besonders gefährdet

Besonders gefährdet sind Fußgänger der Allianz-Studie zufolge in der Zeit von Oktober bis Februar, innerorts und in der Dämmerung oder bei Dunkelheit. Vor allem Senioren verunglückten häufig. "Mehr als die Hälfte der getöteten Fußgänger in Deutschland ist älter als 64 Jahre", erläuterte Haug. Der Versicherungskonzern schlug vor, auch technische Lösungen zum Schutz der Fußgänger stärker zu nutzen.

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