Vor 20 Jahren hätten es gerade einmal 37 Prozent der Frauen und 33 Prozent der Männer gut gefunden. Das geht aus der Vorwerk-Familienstudie 2013 hervor, die am Montag in Wuppertal vorgestellt wurde.

Zugleich habe die Karriere des Mannes in Ehe und Partnerschaft an Bedeutung zugelegt. Dass der Mann beim beruflichen Aufstieg zugunsten der Frau zurücksteckt, habe auf beiden Seiten an Akzeptanz verloren. Konnten sich dies vor 20 Jahren noch 54 Prozent der Frauen vorstellen, waren es 2013 nur noch 48 Prozent. Bei den Männern sank die Akzeptanz im gleichen Zeitraum von 47 auf 40 Prozent. Die Familienstudie wurde zum neunten Mal gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach herausgebracht.

Familien- und Hausarbeit ist nach wie vor Frauensache: Knapp 80 Prozent der Mütter sagen, dass die Hauptlast der Familienarbeit bei ihnen liegt.
Aber immerhin 62 Prozent der Frauen sehen ihre Leistungen für die Familie von ihrem Partner ausreichend anerkannt.

65 Prozent der Eltern mit Kindern unter 16 Jahren haben das Gefühl, dass sie nicht allen Anforderungen gerecht werden. Überdurchschnittlich häufig klagen berufstätige Mütter über zu wenig Zeit. Für die Studie wurden 1550 Menschen ab 16 Jahren repräsentativ ausgewählt und befragt. dpa