Zugegeben, es klingt hart, aber tatsächlich bereuen wohl viele Eltern in Deutschland, Kinder bekommen zu haben.

Auch wenn fast alle Mütter und Väter ihren Nachwuchs lieben, würde ein Fünftel der Mütter und Väter dennoch im Rückblick auf Kinder verzichten.

Für die am Donnerstag in Köln veröffentlichte Studie "Regretting Parenthood" (Bereuen von Elternschaft) befragte das Marktforschungsinstitut YouGov nach eigenen Angaben im Juni 1.228 repräsentativ ausgewählte Eltern in Deutschland. Danach gaben 95 Prozent der Befragten an, ihre Kinder zu lieben, 77 Prozent, dass das Elternsein ihnen Genugtuung bereitet. Dennoch sagten 20 Prozent, sie würden nicht noch einmal Kinder bekommen, wenn sie die Wahl hätten.


Warum bereuen Eltern ihren Nachwuchs


Mehr als die Hälfte der Eltern sieht sich laut Umfrage durch Kinder zumindest manchmal in der persönlichen Entfaltung eingeschränkt. 44 Prozent stimmten der Aussage zu, sich schon einmal für die Kinder und die Familie aufgeopfert zu haben.

Vor allem Frauen beklagen negative Auswirkungen von Kindern auf ihre berufliche Karriere. 44 Prozent der Mütter, aber nur 20 Prozent der Väter gaben an, dass der eigene berufliche Aufstieg ohne die Geburt ihres Kindes besser verlaufen wäre.

Auch bei der Betreuungsinfrastruktur sehen Eltern Nachholbedarf. Fast zwei Drittel (64 Prozent) gaben an, dass es zu wenige Betreuungsmöglichkeiten gibt. "Es zeigt sich, dass die politischen Diskussionen rund um die Themen Elternzeit, Kitaplätze und Frauenquoten von hoher Relevanz für Eltern sind", erklärte Studienleiter Holger Geißler. "Gleichzeitig sind wir alle gefragt, die gesellschaftlichen Bedingungen familiengerechter zu gestalten."

Wer sich trotzdem für Kinder entscheidet, hier gibt es Geburtskliniken in Oberfranken.