Laden...
Bamberg
Gleichberechtigung

Statistische Erhebung: Frauenquote an Universitäten und Hochschulen ausbaufähig

Die WBS-Gruppe hat in einer Umfrage den statistischen Anteil von Frauen an Universitäten und Hochschulen erhoben. Und die Zahlen sind schockierend.
 
Auch bei den deutschen Bildungseinrichtungen ist die Gleichberechtigung zwischen männlichem und weiblicher Professor*innen noch nicht angekommen. Symbolbild: Selver Ucanbarlic /Pixabay
Auch bei den deutschen Bildungseinrichtungen ist die Gleichberechtigung zwischen männlichem und weiblicher Professor*innen noch nicht angekommen. Symbolbild: Selver Ucanbarlic /Pixabay

Wirklich auffällig werden die Zahlen, welche die "Charity-Education" gemeinsam mit der Wirtschafts- und Bildungsservice- (WBS) Gruppe erhoben haben zumindest auf den ersten Blick noch nicht. Ein Blick in die Details offenbart aber eine große Diskrepanz. Das fällt bei den studierenden noch nicht weiter ins Gewicht. Einige Universitäten warten gar mit einem Frauenanteil von rund 60 Prozent bei den studierenden auf. Gießen, Köln, München, Berlin, aber auch Mainz, Leipzig, Tübingen und Düsseldorf haben Frauenanteile von 62 (Gießen) bis 58 (Düsseldorf) Prozent.

Immer weniger Frauen an Technischen Universitäten

Weniger ermutigend sind die Zahlen an Technischen Universitäten. Mit lediglich 29 Prozent steht das Karlsruher Institut für Technologie in der Erhebung ganz hinten. Nur marginal mehr Frauen studieren an der RWTH in Aachen sowie der Universität Stuttgart (32 bzw. 33 Prozent). Die Gemeinsamkeit: Bei den drei Schlusslichtern der Umfrage ist Maschinenbau der am weitesten ausgebaute Studiengang. Außerdem sind an den drei Standorten auch Ingenieurstudiengänge sehr beliebt. Auffällig ist auch, dass von acht Universitäten mit der geringsten Zahl an weiblichen Studierenden ganze sechs Bildungseinrichtungen Technische Hochschulen sind.

Keine Frauen in Führungspositionen?

Sehr ernüchtern fallen zudem die Zahlen der Professorinnen im Vergleich zu den männlichen Kollegen aus. Am schlechtesten schnitt die Technische Hochschule Mittelhessen mit ihren Standorten in Gießen, Friedberg und Wetzlar ab. Hier sind nur rund eine von zehn Lehrbeauftragten weiblich. Die besten Vertreter bildet in der Erhebung noch die Freie Universität Berlin mit 37,73 Prozent. Ähnlich fällt die Statistik auch im Bereich der Dekane aus. Hier sind an sieben Standorten sogar keine Dekaninnen. Trotzdem ist der Frauenanteil im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen.

Hier findet ihr die vollständige Statistik zu den Erhebungen der WBS-Gruppe.