Frankfurt am Main
Fußball

Trotz Bestleistung: Steinhaus darf nicht in Bundesliga pfeifen

Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus wird in der neuen Saison nicht in der Fußball-Bundesliga pfeifen.
Bibiana Steinhaus Foto: A. Dedert, dpa
Bibiana Steinhaus Foto: A. Dedert, dpa
Obwohl die Hannoveranerin in der vergangenen Spielzeit beste Unparteiische in der 2. Liga war, wurde sie vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht für die Eliteliga nominiert. Stattdessen komplettieren Benjamin Cortus (Rothenbach), Robert Kampka (Schornbach), Harm Osmers (Hannover) und Frank Willenborg (Osnabrück) das Bundesliga-Schiedsrichterteam. Das teilte der DFB am Freitag mit.

Das Männer-Quartett ersetzt die aus Altersgründen ausgeschiedenen Schiedsrichter Florian Meyer, Knut Kircher und Michael Weiner. Seinen Rücktritt aus privaten Gründen hatte Peter Sippel erklärt.

Herbert Fandel als Vorsitzender des DFB-Schiedsrichterausschusses ist von den Neulingen überzeugt. "Alle vier gehören zur neuen Generation der jungen und modernen Schiedsrichter. Sie haben in den vergangenen Spielzeiten in der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal konstant gute und souveräne Spielleitungen gezeigt."

Die 37-jährige Steinhaus führt allerdings die interne DFB-Wertung in der 2. Liga an. Fandel verweist auf das Leistungsprinzip. Nachrücken aber darf ein Quartett, das in der Rangliste hinter Steinhaus lag. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann erklärte bei "bild.de", Steinhaus habe in den Spielzeiten nicht überzeugt.

Zudem wurde beschlossen, die Zahl der Schiedsrichter in der 2. Liga von 20 auf 21 zu erhöhen. Laut Fandel will man in beiden Ligen damit auf die Mehrbelastung durch die Testphase des Video-Assistenten ab der kommenden Saison reagieren.