Als Italiens genialer Spielmacher aber wenig später mitansehen musste, wie der UEFA-Präsident den Spaniern den EM-Pokal überreichte, fing selbst der Mann an zu weinen, der sonst noch nicht einmal nach wichtigen Siegen wie im Halbfinale gegen Deutschland seine Emotionen zeigt.

«Italien, das Ende eines Traums», schrieb die Zeitung «Corriere dello Sport» nach dem demütigenden 0:4 im Fußball-EM-Endspiel gegen Spanien. Besser hätte man die Gefühlslage dieser Mannschaft und eines ganzen Landes nicht zum Ausdruck bringen können.

Ausgerechnet jenes Team, das zuvor alle überrascht hatte mit seinem forschen und selbstsicheren Spiel, kassierte am Ende einer rasanten Entwicklung von der Skandalnudel über den Außenseiter zum Titelkandidaten des Turniers die höchste Niederlage, die es je in einem EM-Finale gab.