Minneapolis
TV-Spektakel

Super Bowl 2018: Das NFL-Finale von A bis Z

Das Endspiel in der nordamerikanischen NFL steht an: Wer rockt dieses Jahr den Superbowl? inFranken.de hat alles Wichtige rund um das TV-Spektakel.
Tom Brady (Quarterback) trifft mit den New England Patriots am 4. Februar 2018 auf die Philadelphia Eagles. Foto: Mark Humphrey/AP/dpa
Tom Brady (Quarterback) trifft mit den New England Patriots am 4. Februar 2018 auf die Philadelphia Eagles. Foto: Mark Humphrey/AP/dpa
Der Superbowl ist die größte aller Bühnen im US-Sport. Am kommenden Sonntag treffen in Minneapolis die New England Patriots und die Philadelphia Eagles aufeinander, um den Meister in der nordamerikanischen Footballliga NFL zu ermitteln. Unser A-Z erzählt von Anekdoten rund um das Finale und liefert, was vor allem die Amerikaner lieben: Zahlen.


Abwesenheit

Am Montagmorgen nach dem Superbowl melden sich im Schnitt sechs Prozent mehr Amerikaner krank als an allen anderen Montagen. Dazu werden aufgrund von "Superbowlitis" deutlich mehr Kopfschmerztabletten verkauft.


Bierkonsum

Zusammen hängt der Kater nach dem großen Spiel meist oder vor allem mit Gerstensaft. Rund 125 Millionen Liter Bier werden in den USA am Tag des Superbowls konsumiert.


Challenge

In der Fußball-Bundesliga neu und umstritten, ist der Videobeweis in der NFL seit Jahren etabliert. Zwei Mal können die Cheftrainer auch im Superbowl einen Spielzug von den Schiedsrichtern überprüfen lassen, in dem sie die rote Flagge werfen.


Dach

Ursprünglich sollte das 2016 neu eröffnete Stadion in Minneapolis ein Dach erhalten, das sich öffnen lässt oder gar ein offenes Stadion werden. Wäre letzteres der Fall gewesen, dürfte das Spiel aufgrund der Durchschnittstemperatur im Januar von unter zehn Grad Celsius nicht in Minnesota ausgetragen werden.


Eagles

Das Team aus Philadelphia hat es zum dritten Mal in den Superbowl geschafft. 1981 verloren die Eagles gegen die Oakland Raiders, 2005 in Jacksonville (Florida) gegen die New England Patriots.


Field Goal

Bereits zwei Mal gewannen die New England Patriots das große Spiel dank eines erfolgreichen Field-Goal-Versuchs kurz vor dem Ende (2002 und 2004). Gegen die St. Louis Rams gelang dies 2002 sogar mit auslaufender Uhr.


Gefahr

Wer am Superbowl-Sonntag arbeiten muss, lebt statistisch gesehen gefährlicher. So sind beispielsweise Pizzaboten sind an diesem Tag häufiger in Autounfälle verwickelt als an einem anderen Tag des Jahres.


Halbzeitshow

Zum dritten Mal wird US-Künstler Justin Timberlake in der Halbzeitpause auftreten. 2001 stand er gemeinsam mit seiner damaligen Band NSYNC auf der Bühne, 2004 mit Janet Jackson, deren Brust-Entblößung damals für einen Skandal sorgte.


Interception

In seinen bisherigen sieben Superbowl-Partien wurden nur fünf von 309 Pässen von Patriots-Spielmacher Tom Brady von gegnerischen Verteidigern abgefangen, drei davon bei den jüngsten Siegen 2015 und 2017.


Jugend

Insgesamt 13 Spieler haben in ihrem ersten Karriere-Jahr die große Finalbühne erreicht. Doch zwölf von ihnen werden nur im Falle von Verletzungen ihrer Mitspieler zum Einsatz kommen. Einzig Eagles-Kicker Jake Elliott ist "Stammspieler".


Kickoff

Die Eröffnung des Spiels ist nach deutscher Zeit wie immer um 0.30 Uhr in der Nacht von Sonntag auf Montag. Pro7 überträgt am Sonntag ab 22.50 Uhr bis in die Morgenstunden live.


Lila

Ganz Minnesota hat sich bereits vor Wochen in lila getaucht, die Farbe der heimischen Vikings. Die scheiterten im Halbfinale an Philadelphia und wurden so nicht das erste Team, das im Superbowl Heimvorteil genießt.


Mall of America

Das mit jährlich rund 42 Millionen Menschen am besten besuchte Einkaufszentrum der Welt beheimatet in dieser Woche das Medienzentrum zum Superbowl. Insgesamt werden rund 5800 Medienvertreter aus aller Welt erwartet.


Nationalhymne

US-Pop-Sängerin Pink gebührt die Ehre, in diesem Jahr die amerikanische Nationalhymne vorzutragen. Sie ist die zehnte weibliche Künstlerin in den vergangenen elf Jahren.


Overtime

2017 wurde zum ersten Mal ein Superbowl in der Verlängerung entschieden. Die New England Patriots holten einen 3:28-Rückstand auf und besiegten die Atlanta Falcons mit 34:28.


Patriots

New England steht zum achten Mal seit 2002 im Endspiel. Nur zwei davon gingen verloren, 2008 und 2012 gegen die New York Giants. Insgesamt ist es die zehnte Teilnahme für die Patriots - ein NFL-Rekord.


Quarterback-Duell

Patriots-Spielmacher Tom Brady agiert auch im Alter von 40 Jahren noch auf höchstem Niveau. Sein Gegenüber bei den Eagles, Nick Foles (29), war bis Mitte Dezember Ersatzmann hinter Carson Wentz. Dann zog sich dieser einen Kreuzbandriss zu.


Ringe

Das Siegerteam erhält rund 150 Superbowl-Ringe, jeder davon hat einen Wert von rund 4000 Euro.


Superbowl-Rekord

Mit sechs Titelgewinnen sind die Pittsburgh Steelers der erfolgreichste Club. Die Patriots könnten am Sonntag gleichziehen.


Trophäe

Benannt nach dem legendären Trainer Vince Lombardi, hat die Siegertrophäe einen Wert von 20 000 Euro. Hergestellt wird sie bei Tiffany in New York City.


Unkosten

Für viele Zuschauer am TV sind die Werbespots fast spannender als das Spiel selbst. Ein 30-sekündiger Spot im US-Fernsehen kostet in diesem Jahr 6,2 Millionen Euro und damit so viel wie nie zuvor.


Veranstaltungsmarathon

Mehrere Fan-Feste und rund 30 Veranstaltungen gehen vor dem kommenden Sonntag in der Stadt über die Bühne.


Wetten

Bei den Buchmachern sind die New England Patriots mit einer Punktedifferenz von 5,5 gegenüber den Philadelphia Eagles das favorisierte Team.


X-Faktor

Es müssen nicht immer die Quarterbacks sein, die ein Spiel entscheiden. Bei den Patriots könnte Tight End Rob Gronkowski den Unterschied ausmachen, bei den Eagles ist Verteidiger Fletcher Cox ein Kandidat für diese Rolle.


Yellow Flag

Die kleinen gelben Flaggen werden im Falle eines Regelverstoßes von den Schiedsrichtern geworfen. Bei den Patriots passiert dies im Durchschnitt sechs Mal pro Partie, bei den Eagles sieben Mal.


52

Der 52. Superbowl ist der zweite in Minneapolis. Formell ist New England das Heimteam und wählte als solches bereits aus, im Finale seine weißen Auswärtstrikots zu tragen.