«Ich kann mir das schon vorstellen ? im Team eben. Wichtig ist jetzt aber, dass es eine große Erneuerung gibt ? personell und strukturell», sagte die 62-Jährige der «Augsburger Allgemeinen». Der DFB habe ein strukturelles Problem: «Viele Leute an der Basis haben keine Lust mehr auf dieses Funktionärsgeklüngel.»

Bereits 2019 hatte Groth bei der Präsidentenwahl den Hut in den Ring geworfen und gegen den jetzigen Amtsinhaber verloren. Derzeit steht Keller wegen eines Nazi-Vergleichs heftig in der Kritik und muss sich deswegen vor dem Sportgericht verantworten. «Ich glaube, dass man den Verband nicht nur, was die Personen angeht, neu ausrichten muss. Es wäre eine andere Gewichtung nötig: etwas weniger von der Glitzerwelt Bundesliga, hin zum Amateurverein.»

Nicht nur wegen der Corona-Pandemie litten die Vereine in Deutschland an einer schwindenden Zahl von Mitgliedern. Es bräuchte mehr neue Menschen in den Vereinsstrukturen, sagte Groth. «Die Mitbestimmungsmöglichkeit für die Basis sollte dringend verbessert werden, da passiert zu wenig.» Sie betonte, dass der Verband sich seiner Verantwortung bewusst sein müsse. «Der Fußball ist das letzte große Lagerfeuer, das wir in unserer Gesellschaft noch haben», so Groth.

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