Düsseldorf

Union und St. Pauli bleiben auf Tuchfühlung zum Spitzenduo

Am Freitag holte sich der HSV die Herbstmeisterschaft in der 2. Liga und hat die Bundesliga-Rückkehr fest im Visier. Auch Union Berlin nach einer Hinrunde ohne Niederlage und HSV-Stadtrivale FC St. Pauli mischen im Kampf um den Aufstieg weiter mit.
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Unioner Torjubel
Unions Sebastian Polter (l) und Ken Reichel bejubeln das 1:0 für ihre Mannschaft. Foto: Jörg Carstensen
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Der Kampf um die Aufstiegsplätze in der 2. Fußball-Bundesliga verspricht in der zweiten Saisonhälfte wie auch in den Vorjahren Hochspannung.

Denn der 1. FC Union Berlin und der FC St. Pauli hielten nach Heimsiegen zum Abschluss der Hinrunde die Tuchfühlung zum Spitzenduo mit Herbstmeister Hamburger SV und dem Zweiten 1. FC Köln. Union schloss dank eines 2:0 (0:0) gegen den VfL Bochum als erstes Team seit Fortuna Düsseldorf 2011/2012 eine Zweitliga-Hinrunde ohne Niederlage ab. Erst als siebtem Team in der Geschichte der 2. Bundesliga gelang den Berlinern dieser Coup.

Union verteidigte mit nunmehr 31 Zählern Relegationsrang drei vor dem punktgleichen Rivalen St. Pauli, der sich 2:0 (1:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth durchsetzte. Das Duo verkürzte damit den Rückstand zum Zweiten Köln vorerst auf zwei Punkte. Der Bundesliga-Absteiger schließt die Hinrunde am Montag gegen den 1. FC Magdeburg ab (20.30 Uhr). Der HSV hatte sich am Freitag die Herbstmeisterschaft mit einem 2:1 (2:1) beim MSV Duisburg gesichert und wahrte damit das Polster von sechs Zählern auf Rang drei.

Aufsteiger SC Paderborn setzte seine erstaunliche Saison mit einem 3:0 (0:0) gegen Dynamo Dresden fort, bleibt daheim ungeschlagen und wahrte mit 25 Punkten den Anschluss an die Aufstiegszone. Einen Rückschlag musste am Freitag Holstein Kiel hinnehmen, das 1:2 (0:1) gegen Arminia Bielefeld verlor. Die Ostwestfalen beendeten beim Einstand des neuen Trainers Uwe Neuhaus eine Negativserie von zuvor neun Spielen ohne Erfolgserlebnis.

«Wir arbeiten jeden Tag hart dafür, diese Serie aufrecht zu erhalten», sagte Sebastian Polter, der Union mit einem Foulelfmeter in Führung brachte (60.). Für die Entscheidung sorgte Robert Zulj (87.). Auf St. Pauli ließen Florian Carstens (21.) und Ryo Miyaichi (69.) die Fans jubeln. In Paderborn stach die zweitbeste Offensive der Liga erst in der zweiten Halbzeit. Aber die Treffer von Ben Zolinski (54.), Sven Michel (77.) und Philipp Klement (90.+3) waren sehenswert.

Beim HSV läuft es unter dem neuen Trainer Hannes Wolf wie geschmiert. Das 2:1 in Duisburg durch die Tore von Khaled Narey (12.) und Aaron Hunt (19.) war der sechste Sieg aus sieben Liga-Spielen ohne Niederlage unter Wolf. Auswärts ist das Team weiter ungeschlagen: Sieben Siege bei nur einem Unentschieden. «Ich bin stolz auf die Mannschaft, dass wir hier Mitte Dezember drei Punkte holen konnten», sagte Wolf. Hunt besorgte den knappen, aber verdienten Sieg mit einem herrlichen Freistoßtor. «Die Herbstmeisterschaft ist sicherlich ein kleines Geschenk für die Fans», sagte der 32-Jährige mit Blick auf die 5000 angereisten HSV-Anhänger.