Der Dachverband erarbeitet einer Mitteilung zufolge aber Richtlinien, die im Falle eines Saisonabbruchs die Frage der Europapokal-Qualifikation klären sollen. Den Verbänden seien während einer Telefonkonferenz am Dienstag «verschiedene» Varianten des Terminkalenders vorstellt worden, «die sowohl die Nationalmannschafts- als auch die Club-Wettbewerbe abdecken».

Wegen der Coronavirus-Pandemie sind derzeit alle UEFA-Wettbewerbe, darunter die Champions League und Europa League, bis auf Weiteres ausgesetzt. Die UEFA hatte den nationalen Ligen Vorrang eingeräumt. Die EM 2020 ist bereits in den Sommer 2021 verschoben. Wann in den jeweiligen Ländern wieder gespielt werden kann, ist aber völlig offen. Die Deutsche Fußball Liga berät am Donnerstag das weitere Vorgehen. Am Montagabend war ein Neustart am 9. Mai ins Spiel gebracht worden, was tags darauf aber bereits zu deutlicher Kritik führte.

«Es gibt keine spezifische Deadline», hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin zuletzt der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» gesagt. «Wir loten verschiedene Optionen aus, wann die Wettbewerbe enden könnten, immer basierend auf den Daten, wann es wieder losgeht.» Die Saison zwischen September und Oktober oder später abzuschließen, sei jedoch sehr schwierig. «Das hätte einen großen Einfluss auf den Kalender der Saison 2020/21», sagte der 52-Jährige.