Der Spanier entschied das Halbfinal-Duell mit seinem langjährigen Rivalen Novak Djokovic mit 7:6 (7:4), 6:3 für sich. Im direkten Vergleich mit Nadal liegt Zverev 0:4 zurück. Zuletzt unterlag er dem Linkshänder Anfang April im Davis Cup in Valencia glatt in drei Sätzen.

Für Zverev war der Sieg gegen den US-Open-Sieger von 2014 der 13. Erfolg in Serie. Zuletzt hatte die Nummer drei der Welt die Turniere in Madrid und München gewonnen. Vor einem Jahr holte er in der italienischen Hauptstadt seine erste Trophäe bei einem Tennisturnier der zweitwichtigsten Kategorie nach den vier Grand Slams, nun könnte der vierte Masters-Titel für Deutschlands Nummer eins folgen.

Zverev sieht es nicht als Problem, dass ihm bisher noch kein Triumph bei einem Grand-Slam-Turnier gelungen ist. Der 21-Jährige verwies in einem Interview der «Welt am Sonntag» darauf, dass die meisten Spieler älter waren, als sie erstmals eines der vier wichtigsten Turniere gewannen. «Ich habe noch Zeit. Ich glaube, da läuft nichts falsch», sagte Zverev.

Als mögliche zukünftige Konkurrenten unter den jungen Spielern nannte der Hamburger den Kanadier Denis Shapovalov und den Russen Andrej Rubljow. Die beiden Besten seien aber immer noch der Schweizer Roger Federer und der Spanier Rafael Nadal. «Hoffentlich kann ich mal was daran ändern», sagte Zverev. Auch dem Bulgaren Grigor Dimitrow traut Zverev zu, an der Vormachtstellung des schon 36-jährigen Federer und des 31-jährigen Nadal zu rütteln.