Japans Tennis-Star Naomi Osaka hat sich tief bewegt über den Moment des Entzündens der olympischen Flamme gezeigt.

«Ohne Zweifel die größte sportliche Errungenschaft und Ehre, die ich jemals in meinem Leben haben werde», schrieb die Gewinnerin von vier Grand-Slam-Turnieren nach der Eröffnung der Olympischen Spiele in Tokio in den Sozialen Netzwerken.

Die 23-Jährige hatte am Freitagabend um 23.48 Uhr (Ortszeit) im Olympiastadion der japanischen Hauptstadt das Feuer für die XXXII. Olympischen Spiele entzündet und damit für den Höhepunkt der Eröffnungsfeier gesorgt.

«Ich finde keine Worte, um die Gefühle zu beschreiben, die ich jetzt gerade empfinde», schrieb Osaka weiter. Sie sei erfüllt von Dankbarkeit.

Auch der Sportdirektor des Deutschen Tennis Bunds (DTB), Klaus Eberhard, freute sich, dass Osaka diese Rolle einnehmen durfte. «Sie ist die populärste Sportlerin im Land», sagte Eberhard. «Tennis ist inzwischen eine etablierte Sportart in der olympischen Familie. Das Feuer durch eine Tennisspielerin zu entzünden, ist für unseren Sport dennoch ein sehr besonderes Ereignis.»

Am 12. März 2020 war das Feuer traditionell in Griechenland entzündet worden. Acht Tage später kam es in Japan an. Der Fackellauf begann nach der Verschiebung der Sommerspiele aufgrund der Corona-Pandemie im Vorjahr erst am 25. März dieses Jahres und dauerte bis zur Ankunft in Tokio am 9. Juli.

Osaka hatte bei den French Open Ende Mai lange Depressionsphasen öffentlich gemacht und sich von dem Turnier zurückgezogen. Auf einen Start in Wimbledon hatte sie verzichtet, bei Olympia gibt sie nun ihr Comeback.

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