Rotterdam

Springreiter-Team mit Weltmeisterin Blum will Medaille

Bei der EM vor zwei Jahren blieben die deutschen Springreiter ohne Medaille. Das soll jetzt in Rotterdam anders werden. Nur einer der Göteborg-Starter gehört auch in dieser Woche zum EM-Quartett.
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Simone Blum
Medaillenanwärterin in Rotterdam: Weltmeisterin Simone Blum. Foto: Rolf Vennenbernd

Die deutschen Springreiter starten heute mit einem Zeitspringen in die Europameisterschaft in Rotterdam. Das Team um Weltmeisterin Simone Blum gehört zu den Favoriten.

«Wir rechnen uns schon was aus», sagte Bundestrainer Otto Becker: «Ziel ist eine Team-Medaille.» Nach dem Zeitspringen folgen die zwei Runden des Nationenpreises am Donnerstag und Freitag.

DIE WELTMEISTERIN: Vor zwei Jahren bei der EM in Göteborg war Simone Blum nur Ersatzreiterin. Knapp zwölf Monate später ritt die 30-Jährige aus dem bayerischen Zolling mit ihrer Stute Alice bei der Weltmeisterschaft in den USA dank fünf fehlerfreier Runden zu Einzel-Gold. Auch in Rotterdam zählt Blum zu den heißen Tipps auf eine Einzelmedaille.

DIE RÜCKKEHRER: Erstmals seit Olympia 2016 gehören auch Christian Ahlmann und Daniel Deußer wieder zu einer deutschen Championats-Mannschaft. Die beiden Profis hatten in den vergangenen beiden Jahren die Athletenvereinbarung des Deutschen Olympiade-Komitees für Reiterei nicht unterschrieben und durften deshalb nicht in der Nationalmannschaft antreten. «Ich bin froh, dass sie unterschrieben haben und wieder dabei sind», sagte Bundestrainer Becker über die Rückkehr der Routiniers. Ahlmann reitet in Rotterdam Clintrexo. Deußer sattelt Tobago.

DER KONSTANTE: Komplettiert wird das deutsche EM-Quartett in Rotterdam durch Marcus Ehning. Der 45-Jährige aus Borken ist der einzige Reiter, der auch bei der EM 2017 in Göteborg dabei war und vor einem Jahr zum WM-Team gehörte, das in den USA Bronze gewann. Ehning setzt in Rotterdam auf den 14 Jahre alten Comme Il Faut.