Dabei fuhr der Olympia-Zweite von London 2012 fehlerfrei im 25-Stangen-Parcours im Kasai Canoe Slalom Centre. Das reichte am Ende für Platz sechs im Canadier. Die Finalläufe ab Semifinale finden am statt.

«Die Strecke ist ein bissel schwer zu fahren, weil hier und da wechselt das Wasser sehr schnell, man muss sehr vorausschauend fahren. Man braucht auch ein bissl Glück, dass man auf der Ideallinie ist. Sonst verliert man sauviel Zeit», sagte Tasiadis. Er sieht auch die extreme Hitze als Problem und schätzt die Wassertemperatur auf etwa 30 Grad Celsius. «Im ersten Lauf war es schlimmer, jeder hat irgendwo ein Handtuch auf dem Kopf. Denn das Wasser kühlt über Nacht nicht ab, da es ein geschlossener Kreislauf ist. Da muss man sich schon gut konzentrieren. In den Finals muss man nun voll auf Angriff fahren.»

Mitfavoritin Ricarda Funk überzeugte ebenfalls im ersten Lauf, hatte nur eine Stangenberührung. Dennoch legte die 29-Jährige aus Bad Kreuznach im Kajak-Einer zunächst die Bestzeit hin. «Ich bin zufrieden mit meinem olympischen Einstand», sagte Funk, die im zweiten Lauf fehlerfrei blieb und sogar nochmal einen Hauch schneller war. Die dreimalige Weltmeisterin und Topfavoritin Jessica Fox aus Australien konterte jedoch im zweiten Durchgang und unterbot die Zeit der deutschen Olympia-Debütantin um gut drei Sekunden. Die Finals bei den Frauen werden am Dienstag ausgetragen.

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