Der Hamburger SV und der FC Schalke 04 haben es mit einem Unentschieden verpasst, in der 2. Fußball-Bundesliga erheblich näher an Spitzenreiter FC St. Pauli und Verfolger Darmstadt 98 heranzurücken.

Nach dem 1:1 (1:0) haben die beiden Traditionsclubs nun jeweils 30 Punkte, ebenso wie Nürnberg und Heidenheim - das sind sechs weniger, als der am Freitag 0:3 in Kiel unterlegene FC St. Pauli hat.

Darmstadt kann das Jahr mit 35 Punkten abschließen, sollte an diesem Sonntag (13.30 Uhr/Sky) ein Sieg bei Jahn Regensburg gelingen. Regensburg kann seinerseits mit einem Erfolg den HSV und Schalke überholen und auf Platz drei vorstoßen. Robert Glatzel sorgte vor 15 000 Zuschauern für die schnelle HSV-Führung, Ko Itakura glich in der 86. Minute noch aus.

Ingolstadt schöpft neue Hoffnung

Zweitliga-Schlusslicht FC Ingolstadt schöpfte zuvor mit dem ersten Sieg unter dem neuen Chefcoach Rüdiger Rehm im Abstiegskampf wieder Hoffnung. Die Schanzer gewannen das letzte Pflichtspiel des Jahres mit 3:0 (2:0) gegen Dynamo Dresden. Im zweiten Spiel unter Rehm trafen Abwehrspieler Nico Antonitsch (1. Minute), Dresdens Kevin Ehlers unglücklich per Kopf ins eigene Netz (17.) und Filip Bilbija (85.).

Für Ingolstadt war es überhaupt erst der zweite Saisonsieg, der FCI bleibt mit zehn Punkten abgeschlagen Tabellenletzter hinter Erzgebirge Aue (14), das 1:3 (1:2) gegen den 1. FC Nürnberg verlor. Nikola Dovedan war dabei mit drei Toren (2./22./81.) der gefeierte Mann bei den Gästen. Jan Hochscheidt (8.) hatte für Aue ausgeglichen.

Der fränkische Traditionsclub arbeitete sich damit eine Woche nach dem 1:4 beim direkten Konkurrenten FC Schalke 04 wieder an die Aufstiegsränge heran. Mit 30 Zählern aus 18 Spielen beendet der Club die erste Saisonphase somit überraschend stark.

Kiel überrascht bei St. Pauli

Der SC Paderborn verlor 1:2 (0:0) gegen den 1. FC Heidenheim. Für die Gäste war es der erste Sieg überhaupt gegen Paderborn. Nach Toren von Patrick Mainka (64.) und Tim Kleindienst (81.) bei einem Gegentreffer durch Jonas Carls (65.) kann sich Heidenheim mit nun 30 Punkten im neuen Jahr durchaus Aufstiegshoffnungen machen.

Bereits am Freitag war das Jahr für den souveränen Spitzenreiter FC St. Pauli mit der überraschenden Pleite beim Nord-Rivalen Holstein Kiel zu Ende gegangen. «Ich habe mich natürlich geärgert, aber ich werde trotzdem ein frohes Fest haben, da die Gesamtlage gut ist», sagte Erfolgstrainer Timo Schultz, der mit 36 Zählern als Spitzenreiter ins neue Jahr startet und gute Chancen auf eine Bundesliga-Rückkehr hat. «Wenn man das gesamte Jahr betrachtet, haben wir Enormes geleistet und erreicht», sagte Schultz.

Für Ex-Bundesligist Fortuna Düsseldorf gilt dies nicht. Das Team von Trainer Christopher Preußer verlor am Freitag 0:1 gegen den Drittletzten SV Sandhausen und könnte im schlechtesten Fall damit am Sonntag noch auf Rang 15 zurückfallen.

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